Jeder will eine Switch, und jeder will Animal Crossing: New Horizons spielen. Im Auge der Coronavirus-Pandemie möchte sich die Welt zu Hause, im trauten Heim, die Zeit vertreiben oder wenigstens die eigenen Kinder beschäftigen, während Schule und Kindergärten brach liegen. Ergo, die Switch ist beinahe überall ausverkauft – was Nintendo jetzt ändern will.

Während die Wirtschaft unter der Covid-19-Pandemie schmerzerfüllt aufstöhnt, werden andere Zweige der Industrie geradezu überrannt: Streaming-Dienste, Online-Networks und auch Produzenten von Konsolen wie der Switch werden geradezu überlaufen. Denn was tun, wenn man zu Hause festsitzt? Serien schauen oder Switch spielen, das kommt den meisten in den Sinn.

Die erhöhte Nachfrage zusammen mit Lieferengpässen und Störungen der Lieferketten führen zu Switch-Angeboten ab 500 Euro aufwärts, wie es etwa bei Amazon gerade der Fall ist. Bei MediaMarkt ist die Konsole ganz ausverkauft, wenigstens in jenem Moment, in welchem ich diesen Artikel schreibe. Einzig bei Saturn habe ich eine Switch zum moderaten Preis gefunden, die innerhalb der nächsten Tage geliefert werden soll.

Es ist nicht einfach, sich momentan eine Switch von einem Online-Händler zu grabbeln. (Und falls ihr eine besondere Version der Switch wollt, könnt ihr es wahrscheinlich gleich vergessen.) Im Zuge der extremen Nachfrage nach den Konsolen soll Nintendo nun entschieden haben, die Produktion dieses Jahr um etwa zehn Prozent zu steigern. Wie viel das etwas ausmachen wird, und wie schnell wir die Produktionssteigerung tatsächlich spüren werden, bleibt allerdings ungewiss. Das Wirtschafts-Magazin Nikkei zitiert einen Sprecher von Nintendo:

„Wir hoffen, unsere Lieferanten werden empfänglich für die Steigerung der Produktion sein, aber es bleibt unklar, wie gut wir einzelne Teile beschaffen können, und wir können nicht voraussagen, wie viele Switch-Konsolen wir damit nun genau anbieten können.

Nikkei bemerkt im selben Artikel, dass die durchschnittliche Spielzeit in den USA um 45 Prozent gestiegen sei, und in Frankreich um 38 Prozent. Ob Nintendo das auffangen kann, bleibt also eine Frage, die noch nicht völlig geklärt ist. Sie scheinen es jedoch händeringend zu versuchen.

Was spielt ihr, nachdem ihr euch eine Maske genäht habt?

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Das spielen wir in der Redaktion, um uns abzulenken

Ursprüngliche Nachricht vom 26. März, 13:10 Uhr

Nintendo Switch fast überall ausverkauft – Preise steigen drastisch

Die Lieferprobleme bei der Nintendo Switch hängen mit zwei Ursachen zusammen. Da ist zum Einen die gesteigerte Nachfrage. Die Menschen verbringen viel Zeit zu Hause und eine Konsole bietet Ablenkung und Zerstreuung. Da sich gerade Nintendo-Spiele auch für jüngeres Publikum eignen, ist eine Switch auch eine gute Möglichkeit die eigenen Kinder ein wenig zu beschäftigen.

Die zweite Ursache ist schlicht der Produktionstopp in vielen Ländern von Konsolen oder auch einzelnen Komponenten. In vielen Online-Shops wird angegeben, dass neue Geräte erst wieder ab Juni 2020 verfügbar sein werden.

Lediglich die Switch Lite ist im MediaMarkt-Online-Shop noch für 214,90 Euro inklusive Versandkosten zu haben.

Natürlich lassen sich über Drittanbieter, zum Beispiel auf Ebay, noch Nintendo Switch-Konsolen kaufen. Die Preise hier liegen aber deutlich über denen der offiziellen Händler und auch vor Betrügern, die Profit aus der hohen Nachfrage schlagen wollen, solltet ihr euch in Acht nehmen. Selbst bei den gängigen Anbietern ist der Preis auf 320 Euro gestiegen, seit dem Weihnachtsgeschäft war die Nintendo Switch die meiste Zeit für unter 300 Euro zu haben (zu sehen in der Preisentwicklung bei idealo).

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Nintendo Switch: Unsere Geheimtipps auf der Hybrid-Konsole

Nicht nur in Deutschland, auch im Rest von Europa und den USA ist die Nintendo Switch vielerorts ausverkauft. Wer nicht tiefer in die Tasche greifen möchte oder keine Lite-Version haben will, der sollte mit dem Kauf warten oder sich auf eine sehr lange Lieferzeit einstellen.