Der ehemalige Mitgründer von OnePlus, Carl Pei, hat heute sein erstes eigenes Android-Smartphone angekündigt. Das Nothing Phone (1) soll den Markt wieder aufrütteln und echte Innovationen bieten. Man möchte auch das Apple-Ökosystem kopieren. Bei der Vorstellung hat man davon noch nicht so viel gemerkt.

Nothing Phone (1): Zweites Produkt eines großen Ökosystems

Nothing hat mit den Ear (1) bereits interessante In-Ear-Kopfhörer zum attraktiven Preis auf den Markt gebracht und damit Erfolg. Bald folgt mit dem Nothing Phone (1) das erste Smartphone, das man trotz vieler Schwierigkeiten im Sommer offiziell vorstellen will. Gezeigt wurde es bisher nicht. Dafür wurden einige Details verraten, die vielversprechend, aber nicht weltbewegend klingen, wie man es nach den großspurigen Ankündigungen eigentlich hätte erwarten können. Aber das kennen wir ja schon aus OnePlus-Zeiten. Was erwartet uns also?

Das Nothing Phone (1) wird ein Android-Smartphone mit Nothing OS. Einer eigenen Oberfläche, die eine hohe Performance, einfache Bedienung und keine Bloatware bieten soll. Als Prozessor kommt ein bisher noch nicht näher bekannter Snapdragon-Chip von Qualcomm zum Einsatz. Weitere technische Daten sind nicht bekannt. Man hat immerhin eine Update-Garantie von 3 Android-OS-Updates und vier Jahren Sicherheitsupdates versprochen. Ist das die große Revolution? Eher nicht, Samsung bietet vier OS-Updates und fünf Jahre Sicherheitsupdates. Nothing ist also bereits jetzt im Hintertreffen und kann in dem Punkt mit Smartphones der Mittelklasse von Samsung wie dem Galaxy A53 5G nicht mithalten.

Die Kopfhörer von Nothing sind ganz cool:

Nothing Ear (1): In-Ear-Kopfhörer im Detail

Was macht Nothing also anders, neu oder besser?

Die Frage lautet also: Was will Nothing anders, neu und besser machen? Man möchte offenbar das perfekt funktionierende Ökosystem von Apple kopieren. Alle Nothing-Produkte sollen nahtlos ohne zusätzlichen Aufwand einfach so miteinander funktionieren. Klingt gut, hat ein Big Player wie Samsung aber bis heute nicht geschafft. Es wird also interessant sein zu sehen, ob Nothing das hinbekommt. Das bedeutet aber auch, dass man zukünftig wohl auch Tablets, Notebooks, Smartwatches und mehr anbieten will. Ein Ökosystem aus zwei Produkten ist kein Ökosystem.

Natürlich sind wir gespannt, was Nothing alles bieten wird. Ein OnePlus, wie man es in den ersten 2-3 Jahren erlebt hat, wäre schon toll. Doch dieses Event hätte auch einfach eine Mail sein können, wie es MKBHD treffend formuliert hat:

Im April wird es die Beta-Version des Nothing-Launchers zum Ausprobieren für verschiedene Smartphones geben. Im Sommer soll das Smartphone folgen. Warten wir einfach mal ab, was uns erwartet. Ich hoffe immer noch auf ein transparentes Smartphone. Allein das wäre für mich schon ein Kaufgrund.