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Chef des Opel-Mutterkonzerns warnt vor E-Autos: Es kann richtig teuer werden

Der Chef des Opel-Mutterkonzerns Stellantis glaubt nicht daran, dass E-Autos schnell günstiger werden. (© Stellantis / Opel)

E-Autos sind teuer, zumindest bisher deutlich teurer als vergleichbare Verbrenner. Große Teile der Automobilbranche gehen davon aus, dass die Preise sich schon bald annähern werden. Doch der Chef des Stellantis-Konzerns, zu dem auch Opel gehört, sieht das anders. Er rechnet mit dem Gegenteil.

Chef des Opel-Mutterkonzerns: Mittelschicht wird sich kein Auto mehr leisten können

Was nützen alle Entwicklungen im Bereich von E-Autos, wenn sich kaum jemand die Fahrzeuge auch leisten kann? Eine Frage, die Carlos Tavares umtreibt, seines Zeichens Chef des noch jungen Autokonzerns Stellantis. Vereint sind darin unter einem Dach unter anderem die Marken Opel, Peugeot, Fiat und Chrysler. Er meint: „Wir müssen uns fürchten vor dem Moment, ab dem sich die Mittelschicht kein Auto mehr leisten kann.“

Für Tavares ist das eine mögliche Folge eines zu schnellen Umstiegs auf die E-Mobilität, wie er schon zuvor klarmachte. In seinem Konzern rechnet man damit, dass die Produktionskosten für Elektroautos noch über Jahre hinweg höher sein werden, derzeit würden sie rund 50 Prozent über denen für Verbrenner liegen.

Die Gründe habe man dabei nur bedingt selbst in der Hand. So würden sich steigende Rohstoffpreise negativ auf die Preisentwicklung bei E-Autos auswirken (Quelle: Welt). Auf der anderen Seite soll die Entwicklung der Batterietechnik genau dem entgegen wirken. Obwohl man auch bei Opel, Peugeot und Co. auf Elektro setzt, ist sich Tavares sicher: „Wenn ein 25.000-Euro-Auto morgen zu einem 45.000-Euro-Auto wird, dann tut das der Mittelschicht weh.“ Keine uneigennützige Aussage, der Stellantis-Konzern will sich mit seinem Angebot schließlich gerade an diese Mittelschicht wenden.

Kunden müssen mit hohen Preisen für E-Autos rechnen

Auffangen könne man das in Teilen durch mehr Produktivität oder Subventionen wie den Umweltbonus. Die werden aber aus Steuern finanziert. So oder so, werden E-Autos nicht günstiger oder sogar teurer, müssen das auch die Kunden mittragen. Auch bei Toyota steht der Preis bei E-Autos im Fokus.

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Gleichzeitig mit der noch einmal geäußerten Sorge zu den E-Auto-Preisen zieht der Stellantis-Chef für den Konzern die Zügel beim Wechsel zur E-Mobilität kräftig an. 2030 will man über die Marken hinweg in Europa den Verkauf von Verbrennern einstellen und ausschließlich auf E-Autos setzen. VW soll gleichzeitig als Marktführer abgelöst werden. Schon vier Jahre vorher sollen ab 2026 nur noch Neuwagen mit Elektroantrieb entwickelt werden. Opel selbst will bis 2024 alle Baureihen elektrifizieren und bis 2028 die gesamte Produktpalette auf Elektroantrieb umstellen (Quelle: Opel).