Der chinesische Hersteller Oppo ist für Smartphones bekannt, die sich ganz besonders schnell aufladen lassen. Die eigene VOOC-Technologie möchte man nun auch anderen Handy-Produzenten zur Verfügung stellen. Aus reinem Altruismus dürfte Oppo aber sicher nicht handeln.

 

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Oppo: Akku-Technologie für Handys wird lizenziert

Seit dem Jahr 2014 arbeitet Oppo an seiner VOOC-Ladetechnik für Smartphone-Akkus. Aus der damaligen Übertragungsrate von 20 Watt sind mittlerweile 125 Watt geworden. Smartphones von Oppo lassen sich rasant aufladen. Aktuelle Modelle sind schon nach wenigen Minuten wieder nahezu vollständig einsatzbereit. Rund 175 Millionen Smartphones weltweit sind mit VOOC-Technologie ausgestattet.

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Von Oppos Akku-Technologie sollen nun auch andere Hersteller profitieren. Einem Bericht von GSMArena zufolge hat man sich dazu entschlossen, die VOOC-Technologie zu lizenzieren. Davon sollen nicht nur die Produzenten von Smartphones profitieren, sondern unter anderem auch Volkswagen sowie der Kopfhörer- und Powerbank-Hersteller Anker. Darüber hinaus finden Gespräche mit NXP Semiconductors statt. Weitere Drittanbieter dürften bald folgen.

Oppo bietet eine ganze Reihe an Ladegeräten an, die der Konkurrenz zur Verfügung gestellt werden sollen. Den Anfang macht dabei das besonders kleine Ladegerät 50W Mini SuperVOOC, das lediglich über einen Durchmesser von 10 Millimeter verfügt und dabei nicht mehr als 60 Gramm auf die Waage bringt.

Oppos VOOC-Akkus in der Übersicht. Bild: Oppo.

Auch das drahtlose Ladegerät 65W AirVOOC wird in Zukunft nicht nur Oppo zur Verfügung stehen. Highlight dürfte aber der 125W Flash Charger sein, der angeschlossene Geräte in Windeseile mit neuer Energie versorgt. Ein Handy-Akku mit einer Kapazität von 4.000 mAh lässt sich so in rund 20 Minuten aufladen.

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Oppo: VOOC-Akkus lassen die Kassen klingeln

Bei Oppo dürfte sich die Lizenzierung schon bald mit einem deutlich gestiegenen Umsatz positiv bemerkbar machen. Über den neuen Partner Volkswagen findet die Technologie zudem nicht nur den Weg in die Wohnungen der Smartphone-Kunden, sondern wird auch an Ladesäulen in China zu finden sein.