Pedelec für die Hälfte: Warum Joko Winterscheidt ein E-Bike-Start-up gründete

Sebastian Trepesch 1

Schlau ist, wer aktuell auf den boomenden Markt der E-Bikes setzt. Schlau ist Joko Winterscheidt. Was folgt daraus? Joko Winterscheidt gründet ein E-Bike-Unternehmen. Der Entertainer weiß auch schon, was für ein Modell auf dem Markt noch fehlt. Im Herbst oder Winter soll sein Pedelec ausgeliefert werden.

Pedelec für die Hälfte: Warum Joko Winterscheidt ein E-Bike-Start-up gründete
Bildquelle: SUSHI Bikes.

Sushi Bikes heißt das Start-up, das der Moderator Joko Winterscheidt und Andreas Weinzierl zusammen gegründet haben. Sushi, weil das eine rollt, das andere Rolls sind. So erklärt es der ProSieben-Entertainer. Die Idee zu dem Unternehmen kam, weil Weinzierl kein Fahrrad fand, das den Wünschen gerecht wurde: gutes Aussehen, handliche Batterie, Preis unter 1000 Euro. Dem Markt fehlt seiner Ansicht nach ein E-Bike, das nur halb so viel wie die modernen Modelle kostet. Zur Unterstützung holte er sich Winterscheidt an Bord. Im Herbst oder Winter 2019 soll das erste Sushi-Rad erscheinen, nach einem Jahr Entwicklungszeit.

Das soll das E-Bike von Sushi bieten

Das Pedelec (man muss trotz Motorunterstützung selbst treten) erscheint in zwei Versionen: Maki M1 ist ein komplett schwarzes Modell, Maki M2 mit rotbraunen Akzenten. Der Rahmen in den Größen 50 Zentimeter und 60 Zentimeter ist für eine sportliche Sitzposition geschnitten, die Mittelstange macht es zum Herrenmodell – oder nennen wir es: Hosenmodell. Mit Rock fährt es sich da schlecht.

Das Gesamtgewicht beträgt 15 Kilo – für ein E-Bike ist das wenig. Allerdings fehlt die alltagstaugliche Ausstattung, sprich: Licht, Schutzbleche, Reflektoren muss man selbst nachrüsten.

Gedacht ist das Rad für häufiges Anfahren und Abbremsen im städtischen Umfeld. Eine Gangschaltung gibt es nicht, denn es darf mit einem Gang auskommen (Singlespeed) – in diesem Punkt erinnert uns das Sushi-Bike an das Cowboy Bike, das ich hier im Video zeige:

Das beste Pedelec? Cowboy Bike im Test.

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Im Gegensatz zum Cowboy Bike steuert man bei den Sushi-Rädern die Motorunterstützung manuell in drei Stufen. Der abnehmbare Akku reicht laut Anbieter nur 40 Kilometer (Cowboy: 70 Kilometer), ist zumindest in 3,5 Stunden wieder aufgeladen und kann als Powerbank für andere USB-Geräte verwendet werden. Der Motor bietet aber nur 200 Watt. Viele gute Modelle gehen bis an die Grenze des Erlaubten: Laut EU-Vorschriften darf ein E-Bike einen Motor bis 250 Watt Nennleistung besitzen. Gemein mit Konkurrenzmodellen hat das Maki aber die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h.

Aktuell kann man das Fahrrad von Sushi für 899 Euro vorbestellen, später soll es 999 Euro kosten. Mittelfristig sollen Probefahrten nicht nur in München möglich sein. Das Unternehmen konnte zudem LiveCycle und Little John Bikes als Partner gewinnen. Diese Fahrradhändler wollen Beratung, Endmontage und Reparaturen für das Maki anbieten.

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