Der September 2021 hat für Freunde des digitalen Lebens einige Änderungen parat. Verbraucher müssen etwa beim Kauf von Leuchtmitteln künftig genauer hinschauen, wer will, kann sich den Personalausweis bald einfach aufs Handy laden. PayPal stellt unterdessen eine beliebte Funktion ein.

Update vom 3.9.2021: Der Perso kommt aufs Smartphone, das ist sicher. Das entsprechende Smart-eID-Gesetz ist seit 1. September in Kraft. Allerdings wird die technische Umsetzung noch mehr Zeit brauchen (Quelle: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat). Für erste Bürgerinnen und Bürger soll die Funktion im Dezember 2021 bereitstehen.

Den Anfang machen dann Besitzer eines Smartphones aus der Galaxy-S-Reihe von Samsung. Schrittweise wird das Feature anschließend auch für andere Anbieter ausgerollt. Im ersten Halbjahr 2022 soll die Smart-eID auf den meisten im Handel verfügbaren Smartphones nutzbar sein, heißt es.

Originalartikel:

Mit dem neuen Monat schon in den Startlöchern stehen für Bürgerinnen und Verbraucher auch im September 2021 Neuerungen an, die viele im Alltag spüren werden. Dabei ist von mobilen digitalen Ausweis bis zum Ende von PayPals Moneypools einiges dabei.

Smart e-ID bringt den Perso aufs Smartphone

Ab September will das deutsche Behördenwesen einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung wagen. Denn dann wird das Smart-eID-Gesetz umgesetzt, das im Mai beschlossen wurde. Heißt konkret: Wer möchte, kann den eigenen Personalausweis mit dem Smartphone verbinden und sich dann rechtsgültig gegenüber Behörden oder privat ausweisen.

So könnt ihr euch Wege zum Amt sparen, online mittels PIN-Eingabe eure Identität am Smartphone bestätigen und so beispielsweise ein Führungszeugnis beantragen oder euren Punktestand in der Flensburger Verkehrssünderkartei abfragen. Auch Bafög lässt sich so ohne weiteren Aufwand beantragen.

Die Smart-eID ist aber kein vollständiger Ersatz des klassischen Personalausweises. Bei polizeilichen Kontrollen muss weiterhin das Kärtchen gezückt werden (Quelle: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat).

Arbeitslosenmeldung nur noch persönlich

Trotz Smart-eID kommen im September aber Einschränkungen des digitalen Behördenkontakts zurück: Die Arbeitslosenmeldung online oder per Telefon ist ab 1. September nicht mehr möglich, Bürgerinnen und Bürger müssen wieder persönlich zur Arbeitsagentur.

Nicht nur Fernseher: Energielabel der EU gilt auch für Leuchtmittel

Die Energielabel für Elektrogeräte und andere Produkte werden bereits seit März 2021 immer weiter überarbeitet, jetzt steht der nächste Schritt an. Das erneuerte EU-Energielabel gilt ab September auch für Leuchtmittel, die dann neu den Kategorien A bis G zugeordnet werden.

Die Klassifizierung mit „+“ bis „+++“ wird dabei abgeschafft, neue Produkte müssen erst beweisen, dass sie die obersten Plätze verdienen. Zuerst wurden die Labels bei Haushaltsgeräten wie Kühlschränken umgestellt, aber auch bei Fernsehern wird bereits das überarbeitete Bewertungssystem angewendet.

Ohne PayPals MoneyPools braucht es andere Wege, um euer Geld beisammen zu halten. Beim Onlineshopping sparen ist eine Möglichkeit – und die zeigen wir im Video:

Geld sparen beim Online-Shoppen: 6 leichte Tricks

PayPal stampft MoneyPools ein

PayPal wird die Funktion MoneyPools einstellen. Das hatte das Unternehmen bereits vor einiger Zeit angekündigt. Komplett Schluss ist erst am 8. November, ab 30. September können Nutzerinnen und Nutzer von PayPal allerdings bereits keine MoneyPools mehr neu anlegen.

Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2021 startet

Mit einigen Wochen Vorlauf geht außerdem die aktuelle Version des Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2021 online. Ob via Webseite oder per App, wer sich schnell und unkompliziert einen Eindruck von verschiedenen Positionen der antretenden Parteien machen will, kann dafür den Wahl-O-Mat nutzen. Ab 2. September werden Themen, Parteien und Ansichten zur Bundestagswahl bereitstehen.