Das niederländische Unternehmen Philips hat seine Haushaltsgeräte-Sparte für mehrere Milliarden Euro nach China verkauft. Nur noch bei wenigen Produkten, wo Philips drauf steht, ist zukünftig dann auch wirklich Philips drin, wie sich zeigt.

 
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Philips verkauft Haushaltsgeräte-Sparte für 3,7 Milliarden Euro

Wer sich zukünftig ein Philips-Produkt kauft, bekommt im Grunde nur noch den Namen. Dahinter steckt dann die chinesische Investmentgesellschaft Hillhouse Capital. Philips hat schon Sparten wie Fernseher abgestoßen. Genauso wie das Geschäft mit Glühbirnen. Zukünftig sind dann also auch Haushaltsgeräte wie Staubsauger, Kaffeemaschinen oder Fritteusen nicht mehr direkt von Philips. Man denke nur an die erfolgreichen Heißluftfritteusen unter dem Namen Airfryer. 2020 hatte Philips mit der Haushaltsgeräte-Sparte 2,2 Milliarden Umsatz gemacht. Es handelt sich also durchaus um ein lukratives Geschäft.

Damit das Geschäft mit den Haushaltsgeräten von Philips beim neuen Besitzer so bleibt, wurde beim Kauf der Sparte ein Lizenzvertrag geschlossen. In den kommenden 15 Jahren darf das Philips-Branding noch verwendet werden. Dafür erwartet der Konzern etwa 700 Millionen an Umsatz. Neue Produkte werden dann aber von der chinesischen Investmentgesellschaft Hillhouse Capital stammen. Ob die Qualität zukünftig leidet, wird man sehen müssen. Philips-Produkte haben sich oft bei der Stiftung Warentest bewährt und Testsiege eingefahren. Damit wurde dann auch regelmäßig geworben. Bleibt zu hoffen, dass es zukünftig auch so bleibt, denn die Philips-Produkte sind sehr beliebt.

Heißluftfritteusen von Philips sind besonders beliebt:

Philips HD9220/20 Airfryer vorgestellt

Was macht Philips jetzt eigentlich noch selbst?

Der Konzern hat verraten, dass man sich nun voll auf den medizinischen Sektor konzentrieren werde. Endprodukte direkt von Philips werde es nur noch aus dem Bereich für persönliche Hygiene geben. Darunter fallen Zahnbürsten und Rasierapparate. Alle anderen Produkte wurden schon in den letzten Jahren abgestoßen oder gehen jetzt an den neuen chinesischen Besitzer über. Wer also ein echtes Philips-Produkt haben möchte, muss jetzt genau hinschauen. Da wo Philips drauf steht, ist nämlich dann zum Großteil nicht mehr wirklich Philips drin.

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