Pixel 4: Google bestimmt, was gut für uns ist – zu Recht?

Simon Stich 3

Mit dem Pixel 4 (XL) hat Google erneut ordentliche Handys vorgestellt. Doch schon jetzt wird deutlich, dass der Konzern den Bogen vielleicht zu sehr überspannt hat. Wollen wir uns wirklich vorschreiben lassen, wie ein Smartphone zu bedienen ist?

Pixel 4 (XL): Gängelung durch Google?

Ohne Frage: Das Pixel 4 und die XL-Variante des Smartphones ist ein beachtliches Smartphone, das insbesondere im Bereich Fotografie eine mehr als gute Figur macht. Doch spätestens beim zweiten Blick auf das Handy wird klar, dass Googles neues Flaggschiff nicht überall punkten kann. Ein Vorwurf wird in der Berichterstattung immer lauter. Google würde uns immer mehr vorschreiben wollen, wie wir das Handy zu benutzen haben. An der These ist durchaus etwas dran, wenn man die Details mal durchgehen möchte.

Nehmen wir den neuen Google Assistant, der auf dem Pixel 4 (XL) sein Debüt gegeben hat. Wer den Assistenten ganz klassisch wie bisher nutzen möchte, der muss sich auf langsamere Antworten einstellen, da für die Antworten auf das Netz zugegriffen wird. Schneller ist er nur, wenn die Gestensteuerung des Handys benutzt wird, schreibt Androidcentral. Die Anfragen an den neuen Assistenten werden nämlich direkt auf dem Handy verarbeitet. Google zwingt uns die Gestensteuerung also quasi auf – oder eine schlechtere Funktion.

Auch bei der Hardware möchte Google stärker selbst bestimmen, was Nutzer haben wollen. Auf einen Fingerabdruckscanner hat der Konzern beim neuen Flaggschiff gleich mal verzichtet, was bei Nutzern auf Unverständnis stößt. Eine Entsperrung ist nur noch über Googles Gesichtserkennung möglich – und die scheint aktuell unsicher. So lässt sich das Handy entsperren, wenn man es mit geschlossenen Augen anschaut. Eigentlich ein No-Go. So könnte man ein Smartphone nämlich auch im Schlaf entsperren.

Unsere Einschätzung zur neuen Pixel-Generation gibt es hier im Video:

Google Pixel 4 im Hands-On: Alles, was du wissen musst!

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Pixel 4 (XL): Wo bleibt der Superweitwinkel?

Während die Konkurrenz seinen Top-Handys mittlerweile eine Kombination aus Teleobjektiv, Weitwinkel und Superweitwinkel anbietet, verzichtet Google auf eine Linse mit großem Erfassungswinkel. Nach eigener Aussage sei ein Teleobjektiv wichtiger – doch einen Superweitwinkel hätten sich bestimmt viele Nutzer gewünscht. Die GIGA-Redaktion ist ein großer Fan des Superweitwinkels.

Diese Handys haben den besten Weitwinkel:

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Top 10: Die Smartphones mit der besten Weitwinkelkamera

Auch bei einem anderen Thema bleibt Google dabei, selbst zu bestimmen, was gut für die Nutzer ist. Von einer 5G-Variante des Pixel 4 (XL) fehlte bei der Vorstellung nicht nur jede Spur – jetzt hat der Konzern laut droidlife auch noch nachgelegt und erklärt, dass Nutzer kein 5G-Handy benötigen. Die Konkurrenz von Huawei hingegen ist schon fleißig dabei, 5G-Handys unter die Leute zu bringen. So können Nutzer selbst entscheiden, ob sie jetzt schon auf 5G setzen möchten oder eben nicht.

Was haltet ihr von dem Thema? Hat Google den Bogen wirklich überspannt oder könnt ihr auf die genannten Features gerne verzichten? Meldet euch mit eurer Meinung in den Kommentaren.

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