Eine altbekannte Masche gefährdet aktuell viele WhatsApp-Nutzer. Der Enkeltrick hat den Sprung ins digitale Zeitalter, auf die Smartphones bis zu den Messenger-Diensten geschafft. Die Polizei rät zu besonderer Aufmerksamkeit. In mehreren Fällen waren die Betrüger bereits erfolgreich.

 

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Update vom 20.07.2021: Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern (LKA) warnt davor, dass derzeit vermehrt Betrüger per WhatsApp ihre Opfer finden. Sie schicken Nachrichten von einer fremden Nummer und geben sich als Kinder oder Enkel der Empfänger aus. Angeblich habe man das alte Handy verloren, was die neue Mobilfunknummer erklären soll. Dann folgt in der Regel die Bitte, Geld zu überweisen, etwa für eine dringende Rechnung. In mehreren Fällen sollen die Betrüger so bereits erfolgreich gewesen sein (Quelle: LKA Mecklenburg-Vorpommern via Facebook).

Auch in diesen Fällen gilt: Betroffene sollten sich vergewissern, dass tatsächlich eine bekannte Person am anderen Ende Nachrichten verschickt. Das ist beispielsweise möglich, indem man um einem Anruf bittet. Weitere Tipps findet ihr unten im Artikel.

Originalartikel:

Enkeltrick per WhatsApp: Telefonbetrüger machen den Schritt aufs Smartphone

Vielen Menschen ist die neue alte Betrugsmasche unter dem Namen „Enkeltrick“ bestens bekannt. Betrüger geben sich am Telefon als vermeintliche Verwandte aus und bitten um Geld. Weil sie angeblich in einer Notlage stecken, helfen (meist) Großmütter und -väter gerne aus, nur schnell muss es gehen. Und ebenso schnell ist das Geld dann weg.

Genau dieses Vorgehen fällt nun auch vermehrt bei Messenger-Diensten wie WhatsApp auf, mit einer kleinen Änderung. Die potentiellen Betrugsopfer erhalten zunächst eine Nachricht im Stil von „Hallo Mama, ich habe ein neues Handy. Bitte speichere die neue Nummer ab“, erklärt das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen. Die Mutter ist hier beliebig austauschbar. Senioren sind in der Regel besonders beliebte Opfer der Kriminellen – daher der Name Enkeltrick.

Ist die Nummer dann auf dem Smartphone eingespeichert, unter Umständen sogar unter vertrautem Namen, kommt wenig später die Bitte, Geld zu überweisen. Ab hier unterscheidet sich die Masche nicht mehr vom bekannten Enkeltrick. Mit weiteren Nachrichten wird oft zusätzlich Druck aufgebaut. Die Betrüger behaupten, sich in einer Notlage zu befinden und das Geld kurze Zeit später zurückzuzahlen, was allerdings nicht geschieht.

WhatsApp-Alternativen sind zwar nicht vor Betrügern gefeit, bieten aber andere Vorteile. Einige Messenger-Apps haben wir im Video zusammengestellt:

TECH.tipp: WhatsApp-Alternativen

So schützt ihr euch vor Betrügern bei Messenger-Diensten

Das LKA rät generell dazu, kein Geld zu überweisen, wenn jemand auf diese Weise um Hilfe gebeten wird. Wer solche Nachrichten erhält, sollte immer überprüfen, ob es sich bei der neuen Nummer tatsächlich um eine bekannte Person handelt. Das ist durch persönliche oder bereits bekannte Kontakte möglich. Auch die einfache Nachricht „Wer ist da?“ kann helfen, wenn man darauf besteht, dass das Gegenüber seinen Namen nennt.

Wer trotzdem Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte bei der lokalen Polizei Anzeige erstatten und die Bank informieren. In manchen Fällen können Überweisungen rückgängig gemacht werden. Weitere Informationen gibt es beim LKA NRW.