In Deutschland wird die Luft für bekannte Porno-Portale immer dünner. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat entschieden, dass Behörden die Webseiten sperren lassen dürfen. Der deutsche Jugendschutz soll auch für Pornhub, YouPorn und Mydirtyhobby gelten.

Porno-Portale: Deutsches Gericht erlaubt Netzsperren

Einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf zufolge dürfen deutsche Behörden mit Netzsperren auf fehlenden Jugendschutz bei Porno-Portalen antworten. Eine Sperrung sei dann gerechtfertigt, wenn trotz Aufforderung keine Altersverifizierung durchgeführt wird, heißt es. Konkret geht es um Pornhub, YouPorn und Mydirtyhobby.

Der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen nach sei ein System für die Verifizierung des Nutzeralters „nicht nur juristisch zwingend, sondern auch technisch denkbar einfach“ zu implementieren. Als Alternative könnten die Betreiber der drei Portale Deutschland von ihrem Angebot ausnehmen.

Während des Verfahrens gaben die Anwälte der Portalbetreiber an, bereits ein spezielles Label auf ihren Webseiten einzusetzen. Dieses kann von Jugendschutzprogrammen erkannt und der Zugang für Personen unter 18 so verhindert werden, heißt es. Dem Gericht zufolge würden aber nur 15 bis 25 Prozent der Eltern ein derartiges Programm im Einsatz haben (Quelle: Spiegel).

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Porno-Webseiten: Zugangssperre über Provider möglich

Eine Zugangssperre könnte die Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen über die Provider erwirken. Diese könnten dazu verpflichtet werden, den Zugriff auf Pornhub, YouPorn und Mydirtyhobby innerhalb Deutschlands zu unterbinden. Mit einer deutschen IP-Adresse wäre der Zugriff dann nicht mehr möglich.

Auch das oft kritisierte Portal xHamster steht in Deutschland unter Druck. Den Betreibern wird vorgeworfen, nicht energisch genug gegen illegale Inhalte vorzugehen. Hier könnte ebenfalls eine Netzsperre drohen.