In Sachen E-Auto setzt Porsche derzeit voll und ganz auf den Taycan. Beim deutschen Autobauer gab es in den vergangenen Jahren aber noch ganz andere Pläne. In einem neuen Buch zeigt Porsche ein bisher unbekanntes und ungewöhnliches E-Auto, das es nicht bis zur Marktreife geschafft hat.

„Renndienst“: So sähe ein E-Minibus von Porsche aus

„Porsche Unseen“ heißt ein neues Buch, in dem Porsche Designstudien zeigt, die bislang geheim waren: Die „Fahrzeug-Visionen“ stammen aus den Jahren 2015 bis 2019. Und neben Sportflitzern zeigt Porsche erstmals seine Vorstellung eines familienfreundlichen Minibusses mit E-Antrieb:

Bild: Porsche

Das Modell „Renndienst“ entstand wie alle „Visionsprojekte“ im hauseigenen Designstudio in Weissach, unter Mitarbeit von mehr als 120 Designern. Sie entwerfen Computermodelle, Modelle im Maßstab 1:3 und sogenannte Hartmodelle im Maßstab 1:1. So auch beim „Renndienst“: Porsche beschreibt das Visionsmodell als „freie Interpretation eines familienfreundlichen Raumkonzepts für bis zu sechs Personen.“ Die Studie lässt damit erahnen, wie man sich einen Minivan aus dem Hause Porsche vielleicht vorstellen müsste.

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Den Innenraum bildet laut Porsche eine „komfortable und modulare Reisekabine“, vorne befindet sich ein zentraler Fahrersitz, im Unterboden die Batterie.

Bild: Porsche

Beim Namen und bei der Farbe des Visionsmodells bedient sich Porsche an der eigenen Geschichte: Unter der Bezeichnung „Renndienst“ und „Rennsport“ gab es schon früher Sondermodelle in Form von Bussen, die Porsche als Nutzfahrzeuge einsetze. Sie wurden meist von VW gebaut – die gemeinsame Geschichte beider Unternehmen reicht bis in die 30er-Jahre zurück.

Das Buch, das insgesamt 15 Designstudien aus den vergangenen 15 Jahren zeigt, kostet 68 Euro und ist im Verlag Delius Klasing erschienen. Porsches Newsportal wird die Modelle über die nächsten Wochen in einer Artikelreihe vorstellen – bereits zu lesen ist die Ausgabe zu Hypercars.

Bei den Visionsmodellen, gehe es „nicht darum, jedes Auto auf die Straße zu bringen“, erklärt Michael Mauer, der bei Porsche den Bereich Style leitet. Ziel sei es vielmehr, „Möglichkeitsräume aufzuspannen und eine Beziehung mit der Zukunft aufzunehmen“.