Das Corona-Konjunkturpaket beglückt E-Auto-Interessenten: Etwa 9.000 Euro an Zuschüssen kann man noch bis Ende 2021 beim Kauf eines neuen E-Fahrzeugs erhalten. Die Maßnahme wirkt offenbar: Zwei deutsche Hersteller müssen jetzt reagieren.

E-Autos beliebter als gedacht: VW und BMW erhöhen Kapazitäten

Noch bis Ende 2021 erhält man beim Kauf eines E-Autos einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro. Dazu kommen Zuschüsse der Hersteller. So kann man rund 9.000 Euro sparen, wenn das Auto nicht zu teuer ist. Die Prämie nehmen Konsumenten offenbar häufiger an, als es die deutschen Autobauer BMW und VW erwartet hatten. Denn: Beide haben nun auf eine höhere Nachfrage reagiert, berichtet die Fachzeitschrift Automobilwoche (online ist die Meldung nur für Abonnenten in voller Länge abrufbar).

Im Leipziger Werk, das den BMW i3 montiert, mussten Mitarbeiter auf die sonst üblichen Werksferien verzichten, heißt es in dem Bericht. Andere Produktionsstraßen, etwa die für Modelle BMW Einser und Zweier, legten Mitte August eine Pause ein.

Volkswagen hat angesichts der gestiegenen Nachfrage nach E-Autos gleich einen Modellstart verschoben: Den Launchtermin ID.3, der eigentlich schon im Sommer 2020 auf den Markt kommen sollte, verschiebt das Unternehmen nach hinten. Stattdessen will man in Dresden bis Jahresende weiterhin den e-Golf bauen. Und zwar künftig 80 statt 74 Fahrzeuge pro Tag, schreibt die Automobilwoche.

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Ambitionierte Zielsetzung bei BMW

Rund 13,3 Prozent aller Neuzulassungen in Europa sind bei BMW und Mini Fahrzeuge mit vollelektrischem Antrieb oder Plug-in-Hybride. Das gab das Unternehmen Anfang August bekannt. Damit liege der Autobauer über dem Durchschnitt von 8 Prozent bei den Flotten anderer Hersteller. In den nächsten Jahren will man den Anteil bei BMW drastisch erhöhen: Bis 2021 soll ein Viertel, bis 2025 ein Dritter und bis 2030 die Hälfte aller Neuzulassungen mindestens teilelektrifiziert sein, heißt es in der Pressemeldung.