1.000 Euro und kein Ende in Sicht: Die Preisgrenze für Android-Smartphones bewegt sich immer weiter nach oben. Das dürfte sich auch im kommenden Jahr nicht ändern – ganz im Gegenteil. Warum werden Top-Handys immer teurer?

Android-Smartphones: Ab 2021 wird es noch teurer

Im Jahr 2021 könnten die Preise für Android-Smartphones verschiedener Hersteller erneut in die Höhe getrieben werden. Der seit Jahren anhaltende Trend, für das jeweilige Top-Modell mehr Geld zu fordern als noch beim Vorgänger, wird auch im Jahr 2021 nicht aufhören. Bereits jetzt gibt es Berichte, nach denen sich die Situation sogar noch verschärfen könnte. Der Grund dafür ist auch schon gefunden – und Hersteller wie Samsung, Huawei oder OnePlus trifft nicht mal die Schuld.

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Qualcomm als einer der wichtigsten Hersteller von Smartphone-Chips möchte bei seinem kommenden Snapdragon 875 wohl einen saftigen Aufpreis im Gegensatz zum aktuellen Modell verlangen. 100 US-Dollar mehr stehen laut mobiFlip derzeit im Raum, die Qualcomm von Smartphone-Produzenten für jeden einzelnen Prozessor verlangen könnte. Hersteller wiederum dürften den Anstieg direkt an die Kunden weitergeben, so wie es bei aktuellen Modellen bereits der Fall ist.

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Einer der Gründe für den Preisanstieg, der auch schon beim Top-Prozessor Snapdragon 865 deutlich zu spüren war, ist die Integration eines 5G-Modems. Dieses lässt sich Qualcomm bestens bezahlen und die Hersteller wollen darauf nicht verzichten.

Obwohl 5G im Alltag in vielen Märkten noch keine Rolle spielt, können die Hersteller alleine aus Gründen des Marketings bei ihren Top-Smartphones nicht auf das 5G-Modem verzichten. Manche Produzenten weichen aber bereits auf den günstigeren Snapdragon 765 mit 5G aus, um die Kosten im Rahmen zu halten. Als Beispiel sei das Unternehmen LG genannt, das das Velvet mit diesem Prozessor ausstattet.

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Teure Android-Smartphones: Eigenproduktionen sollen helfen

Ob Qualcomm es mit dem im Raum stehenden Preisanstieg vielleicht etwas übertrieben hat, dürfte derzeit vor allem von Herstellern diskutiert werden, die sich möglichst über den Preis definieren. Xiaomi könnte angeregt werden, statt auf Qualcomm-Chips lieber eine eigene Produktion aufzubauen. Auch OnePlus, die zuletzt für steigende Preise kritisiert worden waren, könnte mit eigenen Chips liebäugeln. Etablierte Hersteller wie Samsung und Huawei setzten bei vielen Modellen bereits auf eigene Produktionen, sind aber weiterhin nicht von Qualcomm unabhängig.