Während der diesjährigen CES stellte AMDs Geschäftsführerin Dr. Lisa Su die neuen Ryzen-4000-Prozessoren für den Laptop-Bereich vor. Nun ist ein erster Benchmark zu einem der Chips aufgetaucht, der erste Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit der CPU zulässt. Wenn die Ergebnisse stimmen, sollte sich Intel lieber warm anziehen. 

Ryzen 7 4800HS: Laptop-Prozessor von AMD schlägt aktuellen i7-Chip von Intel

Erst im letzten Monat wurden die ersten Ryzen-4000-Prozessoren auf der CES offiziell vorgestellt. Dabei handelte es sich um Laptop-Chips, die Intels Mobile-CPUs selbst in ihrer Paradedisziplin das Wasser reichen konnten.

Nun ist ein erster Benchmark-Wert für den AMD Ryzen 7 4800HS auf Twitter aufgetaucht, der zeigt, wie viel Leistung wirklich in dem neuen Laptop-Chip stecken soll:

Im CPU-Test des Time-Spy-Benchmarks von 3DMark kann sich der neue Ryzen 7 4800HS dank einer Punktzahl von 8.730 nicht nur vor dem hauseigenen Ryzen 5 3600 (7.150 Punkte) platzieren, sondern steckt auch Intels aktuellen i7-Prozessor, den i7-9700K (8.200 Punkte), in die Tasche. Das dürfte unter anderem daran liegen, dass AMDs neuer Laptop-Prozessor ebenfalls 8 Kerne wie Intels i7-9700K bietet, im Gegensatz zur Konkurrenz aber SMT unterstützt und somit mit doppelt so vielen Threads arbeitet.

Offener Multiplikator und virtuelle Kernverdoppelung für die meisten Prozessoren – nur zwei der Faktoren, durch die AMD Intel gerade die Hölle heißmacht:  

AMD vs. Intel: Wie sich Intel die Butter vom Brot klauen lässt

Zudem dürfte die AMD-CPU über die kurze Dauer des Tests problemlos den Boost-Takt von 4,2 GHz aufrechterhalten haben, bei länger anhaltender Belastung senkt sich die Taktrate höchstwahrscheinlich auf die Basistaktrate von 2,9 GHz ab. Nur so wird man es schaffen können, der Abwärme des Chips Herr zu werden und die angepeilten TDP-Werte zu erreichen.

Ryzen 4000: Lässt der neue Benchmark Rückschlüsse auf die Spieleleistung zu?

Obwohl es sich beim Time-Spy-Benchmark um einen Leistungstest für Gaming-PCs handelt, lässt sich aus dem einzelnen Wert des CPU-Tests nicht ableiten, wie gut sich der Prozessor allgemein in Spielen schlägt.

Während die meisten Leute bei Laptops weiterhin auf Intel-Prozessoren setzen, scheint sich das im Desktop-Segment langsam zu ändern: 

Im Praxis-Test dürfte der Intel Core i7-9700K in den meisten Spielen für höhere Bildraten sorgen als der AMD Ryzen 7 4800HS – zumindest dann, wenn die CPU zum Flaschenhals wird. Dennoch ist es erstaunlich, wie es AMD schafft, eine dermaßen große Leistung aus dem Laptop-Chip rauszuholen.