Samsung hat bei seinen Android-Smartphones vor einiger Zeit damit begonnen, eine Funktion zu integrieren, die einem kleinen Turbo-Modus gleichzusetzen ist. Kommt man ans Leistungslimit, wird dem Gerät so etwas Luft verschafft. Genau diese „RAM Plus“-Funktion wird auch bei Android-Tablets integriert und dort könnte der Effekt sogar noch größer sein.

 

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Samsung Galaxy Tab S6 bekommt mehr Arbeitsspeicher

Chinesische Hersteller haben damit begonnen und Samsung hat die Funktion mit dem virtuellen Arbeitsspeicher schnell übernommen. Mit der „RAM Plus“-Funktion werden seit wenigen Wochen einige Smartphones des südkoreanischen Herstellers ausgestattet. Damit bekommt man virtuellen Arbeitsspeicher zur Verfügung gestellt, der bei Bedarf abgerufen werden kann. Jetzt ist mit dem Galaxy Tab S6 das erste Android-Tablet mit der Funktion ausgestattet worden (Quelle: Caschy).

Wie schon bei Smartphones dürften von der „RAM Plus“-Funktion in erster Linie Einsteiger- und Mittelklasse-Tablets profitieren. Dort ist meist relativ wenig nativer Arbeitsspeicher verbaut, sodass man bei der Nutzung von mehreren Apps gleichzeitig schnell ans Leistungslimit kommt. Diese kleine Turbo-Funktion schafft mehr Luft und kann etwas vom internen Speicher dafür verwenden, die Performance durch den virtuellen Arbeitsspeicher zu verbessern. Bei Smartphones werden 4 GB zusätzlich zur Verfügung gestellt. Die Quelle sagt leider nicht, ob das auch für Tablets gilt.

Wenn man bedenkt, dass einige Samsung-Tablets nur 2 oder 3 GB RAM besitzen, würden diese von dem zusätzlichen Arbeitsspeicher ordentlich profitieren. Das Galaxy Tab S6 besitzt auch „nur“ 4 GB RAM. Hier könnte sich der Effekt also ebenfalls positiv auswirken. Wenn es nicht so wäre, würde Samsung nicht plötzlich so viele Geräte mit der Funktion ausstatten.

Samsung Galaxy Tab S6 im Video vorgestellt:

Samsung Galaxy Tab S6 im Hands-On

Samsung macht „RAM Plus“-Funktion in Android 12 zum Standard

Aktuell verteilt Samsung das Update mit der „RAM Plus“-Funktion vereinzelt mit dem monatlichen Sicherheitsupdate. Spätestens mit Android 12 soll die Funktion aber zum Standard werden. Bis alle Geräte versorgt sind, dürfte es also noch einige Zeit dauern.