Samsung gehört neben LG zu den beliebtesten Herstellern von Fernsehern auf der Welt. Über 200 Millionen Menschen nutzen Samsung-Fernseher mit dem eigenen Tizen-Betriebssystem. Damit die Nutzerschaft weiter steigt, öffnet sich Samsung jetzt für andere Hersteller und verliert damit ein Alleinstellungsmerkmal.

Samsung teilt Tizen-Betriebssystem für Fernseher

LG hat es mit webOS schon getan, jetzt zieht Samsung nach. Der südkoreanische Hersteller hat offiziell verkündet, dass zukünftig das TV-Betriebssystem Tizen auch auf Fernsehern anderer Hersteller zum Einsatz kommt. Bisher wurde das Betriebssystem auf Samsung-Fernsehern genutzt. ODM-Hersteller wie Atmaca, HKC oder Tempo können dann ihre Fernseher unter den Marken Bauhn, Linsar, Sunny, Vispera und weitere mit Tizen ausstatten und gleichzeitig die Services von Samsung nutzen. Dazu gehört der Streaming-Dienst Samsung TV Plus, den Universal Guide und sogar Bixby. Erste Fernseher werden noch dieses Jahr in Australien, Italien, Neuseeland, Spanien, der Türkei und dem Vereinigten Königreich erscheinen (Quelle: Samsung).

Für die Hersteller der Fernseher sind das natürlich tolle Nachrichten, denn sie bekommen ein gut funktionierendes TV-Betriebssystem mit vielen Apps und Services zur Verfügung gestellt. Samsung bekommt im Umkehrschluss eine größere Basis an Fernsehern, sodass vielleicht mehr Entwickler Apps und Services dafür anbieten. Zudem dürfte Samsung auch Lizenzgebühren einnehmen und an der Werbung auf den Fernsehern verdienen. Die Zahl von 200 Millionen Smart-TV-Nutzern mit Tizen-Betriebssystem dürfte so in den nächsten Jahren deutlich anwachsen.

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Samsung will weitere Partner gewinnen

Das ist aber nur der Anfang, denn Samsung will in Zukunft weitere Hersteller für sich gewinnen und die Lizenzierung des Tizen-Betriebssystems für Fernseher vorantreiben. Damit verliert Samsung zwar ein Alleinstellungsmerkmal mit seinen eigenen Samsung-Fernsehern bei der Software, doch dürfte auf lange Sicht die Plattform stärken. Davon könntet ihr mit Samsung-Fernsehern dann auch etwas haben, wenn die Inhalte umfangreicher werden. Zudem kann sich Samsung mit der Hardware von den anderen Herstellern deutlich absetzen und wird weiterhin neue Technologien entwickeln.

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