Samsung Galaxy Fit e: Eine Mogelpackung, die nicht notwendig wäre

Sebastian Trepesch 4

Mit dem Galaxy Fit e bietet Samsung einen schlanken, leichten Fitnesstracker im an. Wer genau hinschaut, denkt sich allerdings: Was für eine Mogelpackung!

Samsung Galaxy Fit e: Eine Mogelpackung, die nicht notwendig wäre
Bildquelle: GIGA.

Ein Gerät besitzt ein sehr kleines Display? Kein Problem, das kann sinnvoll sein. Das Display wirkt größer, als es in Wirklichkeit ist? Auch das kann in Ordnung sein. Was aber definitiv nicht akzeptabel ist: Wenn der Hersteller auf Produktfotos das Display größer zeigt, als es in Wirklichkeit ist – dank Fotomontage.

Samsung ist der winzige Bildschirm des Galaxy Fit e offensichtlich peinlich. So peinlich, dass sogar im Foto auf der Verpackung (!) die Displayanzeige auffällig größer dargestellt wird. GIGA hat das Armband und die Verpackung fotografiert, beide Produkte nebeneinander gelegt und siehe da: Die Ziffern des Displays auf der Verpackung sind so groß, wie sie auf dem Armband gar nicht sein können:

Eine Mogelpackung, eine Kundentäuschung.

Auf den Vorwurf hingewiesen antwortete Samsung gegenüber GIGA: „Die Darstellung des Geräts auf der Verpackung kann in Größe, Form und Farbe vom Produkt abweichen. Dieser Hinweis findet sich auch auf der Rückseite der Verpackung. Die tatsächlichen Gerätemaße sind den Spezifikationen unter www.samsung.com/de zu entnehmen.“

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Galaxy Fit e: Kleines Display groß genug

Unabhängig der Schummelei auf dem Herstellerfoto wirkt, dank der großen spiegelnden Fläche, das Display auch am Produkt selbst größer, als es in Wirklichkeit ist. Erst der richtige Lichteinfall wie bei unserem Foto oben verrät, dass der Bildschirm nur einen kleinen Bereich der Oberseite ausmacht, nämlich das tiefschwarze Feld in der Mitte.

Ganz generell ist das 0,74-Zoll-Display des Galaxy Fit e übrigens nicht zu klein: Die Informationen, die man von dem Tracker erwartet, werden verständlich und (je nach Ziffernblatt) groß genug dargestellt. Vereinzelt gibt es allerdings unschöne Zeilenumbrüche. Dennoch: Samsung hätte die Schummelei gar nicht nötig gehabt.

Wie das Samsung Galaxy Fit e im Test insgesamt abschneidet, wird bald auf GIGA zu lesen sein.

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Produktoptimierung auf dem Foto: Nicht das erste Beispiel

Mit Werbefotos täuschen Hersteller gerne mal ihre (potentiellen) Kunden. Apple zum Beispiel erwischten wir beim Verschönern der herausstehenden Kamera auf iPad-Produktfotos. Weitere, immer wieder zu findende Schummelei in PR-Fotos: Beispielbilder, von denen man ausgeht, sie seien mit dem beworbenen Smartphone geschossen worden. Dabei stammen die Fotos von einer professionellen Kamera. Zum Beispiel Huawei und – sogar zwei Mal – Samsung fielen mit solchen Aktionen bereits negativ auf.

Auch wenn Samsung mit dem Galaxy Fit e nicht der erste und einzige Hersteller ist, der seine Kunden täuscht: Das Display auf einem Produktfoto eben mal zu vergrößern, ist meiner Ansicht nach völlig daneben.

Was sagst du zu dem Fund? Fühlst du dich von Samsung getäuscht oder reicht dir der Blick in die technischen Spezifikationen, wie von Samsung empfohlen?

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