Wer ist innovationsfreudiger: Samsung oder Apple? Und woran macht man so etwas eigentlich fest? Eine Möglichkeit: Man schaut sich an, wie viele Patente die Firmen jeweils im letzten Jahr erteilt bekommen haben.

 
Samsung Electronics
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Innovationsfreudigkeit drückt sich nicht zuletzt auch im Forschungswillen aus – ein Gradmesser hier kann unter anderem die Anzahl der erteilten Patente sein. Je mehr, desto besser. Aktuell liegen die Zahlen aus dem letzten Jahr (2021) vom US-Patentamt vor (Quelle: ifiCLAIMS). Wenig verwunderlich befinden sich sowohl Samsung als auch Apple in den Top 50, aber an welcher Stelle genau?

Patentrennen: Samsung vs. Apple

Apple finden wir auf Platz 7. Eine Verbesserung um eine Position gegenüber dem Vorjahr. Dennoch wurden Apple 9 Prozent weniger Patente erteilt – 2.541 sind es für 2021 in Gänze. „Erzfeind“ Samsung schlägt diesen Wert locker. Mit 6.366 Patenten reicht es für den zweiten Platz – ein Prozent weniger als 2020, aber immer noch die Silbermedaille unter den erfindungsfreudigsten Firmen in den USA.

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Samsung ist übrigens noch ein zweites Mal vertreten, denn „Samsung Display Co Ltd“steuert dann auch noch mal 1.975 Patente zu (Platz 13), ein Plus von 4 Prozent. Zählt man beide Firmen (Samsung Electronics und Samsung Display) zusammen, wird der erste Platz nur knapp verfehlt. Doch IBM hat mit 8.682 Patenten am Ende immer noch einen kleinen Vorsprung gegenüber Samsung (8.341).

Eines der Patente, die Apple im letzten Jahr erteilt bekam:

Vor Apple liegen ferner noch Canon, TSMC, Huawei und Intel. Hinter Apple dann aber schon LG, Microsoft, Qualcomm oder auch Amazon. Ein wirklich schlechtes Ergebnis ist dies also nicht für Apple. Überhaupt: Die alleinige Anzahl der Patente sagt, wenn wir mal ehrlich sind, noch nichts über die praktische Anwendung aus. Patente müssen nämlich auch noch umgesetzt werden.

Apple profitiert direkt von Samsungs Erfindergeist

Erwähnenswert: Letztlich profitiert auch Apple vom Forschungswillen der anderen Firmen. Samsung ist zum Beispiel nicht nur Wettbewerber, sondern auch einer der wichtigsten Lieferanten von Apple. Displays, Speicher und vieles mehr kauft der iPhone-Hersteller ein. Ohne die Innovationsfreudigkeit und ohne die notwendige Grundlagenforschung der Wettbewerber könnte letztlich kein Konsumgüterprodukt wie das iPhone auf die Beine gestellt werden.