Die Schufa will transparenter werden. Ein großes Versprechen nach Jahrzehnten, in denen die Auskunftei mit Argusaugen über ihr wichtigstes Geschäftsgeheimnis gewacht hat: den Schufa-Score. Doch jetzt können Verbraucher online mit dem Score-Simulator herausfinden, was die Schufa von ihnen hält.

Score-Simulator: Schufa verrät, wie es um euch steht

Die Schufa löst ihr Versprechen ein: Ab sofort gibt es eine Simulation, mit der Verbraucher besser verstehen können, wie sich der bekannte Schufa-Score zusammensetzt. „Der Score-Simulator ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der Schufa zu mehr Transparenz und Verbraucherfreundlichkeit. Dadurch wird das Scoring-Prinzip der Schufa erstmals nachvollziehbar“, erklärt Tanja Birkholz, Vorstandsvorsitzende der Schufa (Quelle: Schufa).

Aber was genau können Verbraucher damit anfangen? Der Score-Simulator ist online über die Webseite der Schufa zu erreichen. Anhand von sieben Fragen klickt ihr euch durch Daten, die die Schufa auch fürs Scoring verwendet: Wie alt euer ältestes Girokonto ist, ob ihr einen oder mehrere laufende Ratenkredite bedient oder online auf Rechnung kauft zum Beispiel.

Die Schufa erhält dabei keine privaten Daten von euch. Stattdessen wählt ihr aus vorgegeben Antwortmöglichkeiten die aus, die am ehesten zu euch passt. Zu den jeweiligen Fragen gibt es eine Erklärung, warum und wie die Angaben für die Bewertung der Schufa eine Rolle spielen.

Anschließend erhaltet ihr als Ergebnis eine von fünf Bewertungen: hervorragend, gut, akzeptabel, ausreichend oder ungenügend. Letztere entspricht dem negativen Schufa-Score. Hier landet ihr nur, wenn ihr trotz Mahnung offene Rechnungen nicht beglichen habt oder beispielsweise in Privatinsolvenz geht. Aus dieser Kategorie kommen Verbraucher auch beim echten Schufa-Score aber nur wieder heraus, wenn die offenen Forderungen beglichen wurden.

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Chancen stehen gut: Simulator liefert laut Schufa verlässliche Einschätzung

Ein vollständiges Bild liefert der Score-Simulator nicht. Im echten Schufa-Score fließen mehr und genauere Daten ein. Einen ersten Einblick hatte die Schufa bereits zuvor gewährt. Wenn ihr die Fragen im Simulator ehrlich beantwortet, könne laut Schufa aber trotzdem ein belastbares Ergebnis herauskommen.

In 60,4 Prozent der Fälle soll das Ergebnis des Simulators der Ergebnisklasse des Schufa-Basisscores entsprechen. Dieser wird zur Orientierung auf Grundlage der Daten berechnet, die der Schufa zu einer Person bekannt sind. 38,2 Prozent der Personen erhalten der Schufa zufolge im Basisscore sogar ein besseres Ergebnis als im Simulator, während nur 1,4 Prozent beim Basisscore besser abschneiden als in der Simulation.