Ach Bethesda, was soll das bitte? Ich hatte mich schon richtig auf Starfield gefreut – doch dann kam Todd Howard um die Ecke und enthüllte, dass es im Spiel 1.000 Planeten zum Erkunden geben würde – und das sind meiner Meinung locker 980 zu viel.

 
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Ein Kommentar von Robert Kohlick:

Starfield: Ein Universum voller Langeweile?

Hut ab, Bethesda! Die ersten echten Gameplay-Szenen aus Starfield haben selbst mich hinterm Ofen hervorgelockt – und dass, obwohl mich Weltraum und Sci-Fi oftmals nicht die Bohne interessieren.

Solide Grafik, dynamische Shooter-Sequenzen, lebendige Städte, ein umfangreiches Crafting-System – das wirkt auf jeden Fall vielversprechend! Das dachte ich zumindest. Doch dann sprach Todd Howard zum Ende der Präsentation noch kurz die Größe von Starfield an und plötzlich wich jedwede Form der Begeisterung aus mir wie Luft aus einem kaputten Ballon.

Über 1.000 Planeten soll es in Starfield geben, die auf 100 unterschiedliche Systeme verteilt sind. Während das für einige Spieler nach einem absoluten Open-World-Traum klingt – schließlich verspricht das Hunderte, wenn nicht gar Tausende Stunden an Gameplay – gingen bei mir sofort die Alarmglocken an.

Denn, sind wir mal ehrlich, niemals im Leben werden auch nur 5 Prozent der Himmelskörper wirklich interessant aussehen, geschweige denn spannende Geschichten oder Quests bereithalten. Ich rechne mit prozedural generiertem Einheitsbrei, vielen gelben oder grauen Steinwüsten, in denen es alle paar Kilometer einen Krater mit einer Raumstation gibt, die von Weltraumpiraten befreit werden muss. Quasi die Next-Gen-Variante von Preston Garveys „Another Settlement needs our help!“ – und darauf habe ich so gar keinen Bock.

Der Gameplay-Trailer von Starfield ist auf jeden Fall einen Blick wert:

Starfield: Erster Gameplay-Trailer

Warum, Bethesda? Das muss doch nicht sein!

Wisst ihr, wie groß die Spielwelt von Skyrim ist? Gerade einmal 38 km² könnt ihr in Himmelsrand erkunden. Und habt ihr euch während des Spielens jemals gedacht: „Mensch, Himmelsrand ist aber ziemlich mickrig“? Nein, natürlich nicht! Schließlich gibt es an jeder Ecke des Rollenspiel-Hits etwas Interessantes zu entdecken. Es vergehen eigentlich niemals auch nur 5 Minuten bis man den nächsten spannenden Ort entdeckt – und genau das ist einer der Gründe, warum Skyrim auch heute noch so viele Spieler fesselt.

Umso erstaunter bin ich, dass Bethesda diese Stärke bei Starfield auf der Strecke lassen will. Keine Frage, ein paar der Planeten, Städte und Orte werden natürlich von den Entwicklern in feinster Handarbeit erstellt worden sein – vor allem, wenn sie in direktem Zusammenhang mit der Hauptgeschichte stehen. Und ja, Starfield will einen realistisch anmutenden Ansatz verfolgen – und viele Planeten in unserem Weltraum werden nun mal echt öde sein. Aber wir reden hier noch immer über ein Spiel, verdammt noch mal! Das soll mich unterhalten und in seinen Bann ziehen. Und wie das Starfield schaffen will, wenn ich mich zu großen Teilen durch ein Copy&Paste-Universum bewege, kann ich mir schlichtweg nicht vorstellen.

Fakt ist: Mir graut es schon jetzt vor Starfields Größenwahn. Ich habe Angst, dass Bethesda damit eine seiner größten Stärken verspielt – einfach nur, um damit angeben zu können, wie viel Zeit die Spieler potenziell in ihrem neuen Sci-Fi-RPG verbringen können. Drücken wir mal die Daumen, dass ich damit falsch liege.

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