Mit dem Ioniq 5 hat sich Hyundai am E-Auto-Markt einen Namen gemacht. Für die Südkoreaner soll es dabei aber nicht bleiben. In den kommenden Jahren sollen Elektroautos immer wichtiger werden. Weltweit hat man sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt – zumindest in mancher Hinsicht.

Jedes zehnte E-Auto: Hyundai will es Tesla gleichtun

Der Deutschland-Chef von Hyundai hat eine ordentliche Marschroute vorgegeben: Der südkoreanische Autobauer hat sich zum Ziel gesetzt, dass weltweit jedes zehnte Elektroauto aus dem eigenen Haus stammen wird.

Auf den ersten Blick mag das nicht nach viel klingen. Tatsächlich würde man sich damit nach aktuellem Stand aber etwa auf eine Stufe mit Weltmarktführer Tesla stellen. Die jüngsten Zahlen zeigen: 2020 stammte etwa jedes 20. Elektroauto der Welt von Tesla (Quelle: Statista). Im vergangenen Jahr hat der US-Autobauer allerdings seinen Absatz verdoppelt.

Derzeit läuft es zumindest auf dem deutschen Markt für Hyundai gut: Während insgesamt 10,1 Prozent weniger Autos zugelassen wurden, hat Hyundai immerhin noch leicht zugelegt mit 1,5 Prozent. Bereits gut zwei Drittel der Umsätze erreiche man mit alternativen Antrieben. „Wir wachsen gegen den Trend“, so Deutschland-Chef Jürgen Keller (Quelle: Elektroauto-News).

Viele neue Elektroautos, aber auch Verbrenner: Hyundai fährt mit angezogener Handbremse

Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, zieht der Konzern jetzt einerseits die Zügel an. Allein in den kommenden drei Jahren will man 12 neue Elektromodelle vorstellen. Auch die Marke Ioniq wird weiterentwickelt. Mit den 6er- und 7er-Modellen der Ioniq-Reihe – eine sportliche Limousine sowie ein E-SUV – sind schon einige davon bekannt.

Hyundai will aber auch weiterhin als einer der wenigen großen Hersteller auf eine Alternative zu batterieelektrischen Fahrzeugen setzen: Auch neue Modelle auf Brennstoffzellen-Basis, die mit Wasserstoff angetrieben werden, sind vorgesehen.

Hyundais erster Erfolg, der Ioniq 5, hat es schon ins MCU geschafft:

Hyundai Ioniq 5: Spider-Man im E-Auto

Andererseits lässt man sich Zeit: Erst 2040 soll der eigene E-Auto-Anteil auf ein Zehntel des Weltmarkts gediehen sein. Auch beim Ausstieg aus der Verbrenner-Produktion hat man es nicht eilig, erst 2035 soll es in Europa so weit sein.

In dieser Hinsicht ist Hyundais Plan ein Bekenntnis zu alternativen Antrieben mit angezogener Handbremse. Nur von BMW könnten Kunden nach aktuellem Stand auch noch länger einen Benziner oder Diesel erhalten, die Bayern vermeiden bisher einen vollständigen Ausstieg aus der klassischen Motorentechnik.