Wer zuletzt Pakete bestellt oder online etwas eingekauft hat, das mit DHL geliefert wird, wartet teilweise immer noch. Der Zustelldienst hat in den letzen Tagen vermehrt Schwierigkeiten, pünktlich zu liefern. Aber die Pakete gehen nicht unterwegs verloren, der Grund ist ein anderer.

 

DHL

Facts 

Corona und Weihnachten sorgen für Strapazen bei DHL

Auf den ersten Blick ist es das gleiche Problem wie jedes Jahr: In der Vorweihnachtszeit wird deutlich mehr im Internet bestellt als im Rest des Jahres. Auch bei DHL ist bekannt – und das seit Jahren –, dass in den Wochen vor dem Christfest extrem viele Bestellungen die Lieferkette herausfordern. Entsprechend bereit man sich vor. Trotzdem berichten Geschäftskunden jetzt von Paketstau: Kunden bestellen, aber die Ware macht sich vom Verkäufer aus anscheinend gar nicht erst auf den Weg.

In einem Fachforum für den Versandhandel mehren sich seit Tagen die Beschwerden, von Überlastung verschiedener Lieferzentren in Deutschland ist da die Rede. Ein Nutzer teilte die Erklärung seitens DHL: Wegen Corona seien die Lieferketten besonders unter Druck. An bestimmten Orten konnten deswegen am Wochenende keine Sonderabholungen mehr beauftragt werden. Bereits geplante Sonderabholungen wurden verschoben.

Für die Kunden bedeutet das: Die Lieferung ist bereits im System und per E-Mail bestätigt, ein Lieferzeitpunkt wurde angegeben. Dabei liegt die Sendung tatsächlich noch beim Verkäufer. DHL gab an, man werde Gewerbekunden informieren, sobald das zusätzliche Lieferaufkommen bewältigt wurde.

Wissenswertes zu DHL findet ihr im Video:

Diese 5 Dinge solltest du über die DHL wissen

Mit mehr Auslieferern gegen die Paketflut

Dabei hat DHL Maßnahmen ergriffen, während der Corona-Pandemie dem hohen Lieferaufkommen gerecht zu werden. Bis Jahresende werden etwa 10.000 zusätzliche Angestellte ausliefern, 13.000 Fahrzeuge sind laut einer Pressemitteilung des Unternehmens extra im Einsatz, der Schichtbetrieb wurde erweitert.

Der Zustelldienst verkündete zudem, dass bereits Ende November das Lieferaufkommen des Vorjahres mit 1,6 Milliarden Sendungen überschritten wurde – noch vor dem Weihnachtshöhepunkt. Bis dahin werde täglich mit neuen Hochs gerechnet. Darum rät DHL, frühzeitig online zu bestellen oder Pakete zu verschicken, damit alle Geschenke rechtzeitig zum Fest ankommen. Dabei hilft etwa die überarbeitete App.