Ganz Deutschland fürchtet sich vor dem Winter. Währen die meisten Bundesbürger die Gaspreise im Blick haben, droht bei den Kosten für Strom aber ebenfalls eine gewaltige Teuerungswelle. Vergleichsportale haben jetzt ausgerechnet, wie schlimm es wirklich wird.

Energie sparen ist das Gebot der Stunde. Ob über das eigene Balkonkraftwerk, das Ausschalten versteckter Stromfresser oder so simple Änderungen wie kürzeren Duschzeiten. Jeder kann aktiv etwas tun, um die eigenen Energiekosten zu senken. Dass das bitter nötig ist, zeigt jetzt das Vergleichsportal Verivox.

Strompreise: Vergleichsportal rechnet mit Mehrkosten von 311 Euro pro Jahr

Für die Monate August, September und Oktober zählen die Experten laut eigenen Angaben 123 Preissteigerungen bei Grundversorgern. Durchschnittlich gehen die Preise um 25 Prozent in die Höhe. Das macht für einen 3-Personen-Haushalt samt Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden Mehrkosten von 311 Euro jährlich (via Zeit).

Heruntergebrochen auf den Monat müssen Verbraucher also rund 26 Euro mehr für Strom ausgeben, so die Berechnungen von Verivox. Ein dunkleres Bild zeichnet Check24, die für den September eine Preissteigerung von 47,4 Prozent erwarten.

Ein Blick auf die europäische Strombörse macht die enormen Preissteigerungen in kurzer Zeit deutlich. Aktuell kostet eine Megawattstunde 550 Euro, was umgerechnet 55 Cent pro Kilowattstunde sind. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag der Preis im Juli bei 19 Cent im Durchschnitt. Innerhalb weniger Wochen hat sich der Strompreis also fast verdreifacht.

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Niedrige Pegelstände auch schuld an höheren Strompreisen

Nicht allein der Ukraine-Krieg soll schuld an der Teuerungswelle beim Strompreis sein. Auch die niedrigen Pegelstände auf den Wasserstraßen tragen ihren Teil bei. Das behindert unter anderem die Lieferung von Öl und Kohle, die auch für die Stromherstellung benötigt werden.