Die Strompreise sind in den letzten Monaten massiv gestiegen. Einige Stromanbieter mussten die Preise erhöhen, obwohl den Kunden eine Preisgarantie für mehrere Jahre vertraglich zugesichert wurde. Die Verbraucherzentrale verrät, wie man vorgehen soll, wenn die Kündigung dann nicht akzeptiert wird.

Stromversorger akzeptiert Kündigung trotz Preiserhöhung nicht

Stromkunden in Deutschland leben aktuell in Angst. Es könnte jederzeit ein Brief im Briefkasten landen, mit dem eine satte Preiserhöhung beim Strompreis angekündigt wird. Das kann auch passieren, wenn man eigentlich eine Preisgarantie für mehrere Jahre vereinbart hat (Quelle: rbb). Ein Stromkunde von Voxenergie wollte nach der Ankündigung, dass der Strompreis trotz Preisgarantie steigt, kündigen und wurde einfach ignoriert. Der neue Stromanbieter konnte ihn nicht aufnehmen, da der eigentliche Versorger die Kündigung nicht akzeptiert hat.

Wenn es zu solchen Härtefällen kommt, soll man sich laut den Verbraucherzentralen Hilfe holen. Wenn man keinen eigenen Anwalt hat, kann die Rechtsberatung der Verbraucherzentralen helfen. Dort laufen immer mehr solcher Fälle auf. Kunden bekommen höhere Preise mitgeteilt, wollen kündigen, werden danach aber einfach ignoriert. In dem Fall kann man dann auch nicht zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Wer aktuell auf der Suche nach einem bezahlbaren Stromanbieter ist, sollte laut den Verbraucherzentralen Vergleichsportale nutzen, aber auch dort genau hinschauen. Besonders bei Laufzeiten mit zwei Jahren bekommt man im ersten Jahr zwar starke Rabatte und Boni, muss das im zweiten Jahr aber teuer nachbezahlen. Deswegen raten die Verbraucherzentralen aktuell zu kürzeren Laufzeiten, um dann wieder wechseln zu können, wenn sich der Markt stabilisiert.

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Preise für Strom und Gas sind explodiert

Nicht nur beim Strom könnte es bei der nächsten Abrechnung eine unschöne Überraschung geben. Auch die Gasabrechnung könnte für einen Schock sorgen. Zuletzt hatte die EWE angekündigt, dass der Gaspreis im April um 44 Prozent angehoben werde. Andere Anbieter könnten folgen. Die deutsche Bundesregierung plant Zuschüsse für Menschen und Familien mit geringen Einkommen. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Situation in den nächsten Monaten entwickelt.