Preise von über 1.000 Euro sind keine Seltenheit: In den vergangenen Jahren wurden Android-Smartphones immer teurer. Doch wie kommt die Preisentwicklung bei Kunden an? Laut Marktforschern sind Samsung, Xiaomi und Co. eindeutig auf dem Holzweg.

 
Samsung Electronics
Facts 

Stolze 1.250 Euro lässt sich Samsung das neue Galaxy S22 Ultra kosten – mindestens. Wer den Speicher auf 1 TB aufrüstet, muss sogar 1.650 Euro auf den Tisch blättern. Samsungs neuestes Flaggschiff ist somit das jüngste Beispiel einer beklemmenden Entwicklung, bei der die Preise für Android-Smartphones immer weiter nach oben steigen. Bei Kunden stößt das mittlerweile auf Widerstand.

Absatz von teuren Android-Smartphones geht zurück

Laut Marktforscher von Canalys haben Hersteller von Android-Smartphones immer größere Schwierigkeiten, Geräte im Preissegment von 800 US-Dollar und mehr unter die Leute zu bringen. Im Vergleich zu 2019 sei der Absatz um 18 Prozent gefallen (Quelle: Canalys). Ganz anders sieht es hingegen bei Apple aus: Der US-Konzern konnte seinen iPhone-Absatz im Premiumbereich um 68 Prozent steigern.

Für Samsung, Xiaomi und andere Branchengrößen aus dem Android-Lager müssen diese Zahlen ein Alarmsignal sein. Mit ihrer Hochpreisstrategie sind sie auf dem Holzweg. Während iPhone-Käufer gerne auch tiefer in die Tasche greifen, sind Käufer von Android-Smartphones offenbar immer weniger bereit, für ein Neugerät das Konto zu plündern. Das dürfte auch mit dem starken Wettbewerb zu tun haben, den es im Android-Sektor gibt. Hersteller wie etwa Realme setzen die etablierte Konkurrenz ordentlich unter Druck und erkämpfen sich so Marktanteile.

Teuer, aber auch gut: Das Samsung Galaxy S22 Ultra.

Samsung Galaxy S22 Ultra im Hands-On Abonniere uns
auf YouTube

Faltbare Smartphones der Rettungsanker?

Einen möglichen Rettungsanker sieht Canalys in Falt-Smartphones. Der noch jungen Produktkategorie bescheinigen die Marktforscher großes Zukunftspotenzial und einen Absatz von über 30 Millionen Geräte im Jahr 2024. Im abgelaufenen Jahr betrug der Absatz noch 8,9 Millionen Geräte. Haupttreiber war Samsung mit dem Launch des Galaxy Z Fold 3 und Galaxy Z Flip 3.