Der TÜV-Verband hat sich intensiv mit Röntgengeräten beschäftigt. Bei Prüfungen sollen insgesamt 2.424 Mängel aufgetreten sein, die zu einem kleinen Teil die Gefahr von Fehldiagnosen erhöhen könnten. Insgesamt besteht aber ein hohes Sicherheitsniveau für Patienten und medizinisches Personal.

TÜV entdeckt 2.424 Mängel an Röntgengeräten

Für das Jahr 2021 hat der TÜV-Verband erstmals einen Röntgenreport veröffentlicht. Ziel des Reports ist es nach eigenen Angaben, den Zustand von unabhängig geprüften Röntgengeräten in Deutschland aufzudecken. Bei insgesamt 15.841 Prüfungen, die von unabhängigen Sachverständigen durchgeführt wurden, konnten 2.424 Mängel entdeckt werden. Die meisten davon, so der TÜV, sind als nicht schwerwiegend einzuordnen.

Bei den human- und dentalmedizinischen Röntgengeräten wurden knapp 80 Prozent der Mängel als „nicht sicherheitserheblich“ eingestuft. Fast der gesamte Rest fällt allerdings in die Kategorie „schwerwiegende Mängel“, was eine erneute Prüfung vor dem weiteren Betrieb notwendig macht. Ein Grund zur allgemeinen Sorge sei das aber nicht: „Insgesamt ist das technische Sicherheitsniveau im Bereich der Röntgendiagnostik hoch“, meint Dr. Alexander Schröer, Strahlenschutzexperte des TÜV-Verbands.

Viele der gefundenen Mängel ließen sich nach Einschätzung des TÜVs durchaus vermeiden, wenn die Geräte regelmäßig gewartet und Vorschriften des Strahlenschutzes eingehalten werden. Die Gefahr für Fehldiagnosen würde durch Artefakte auf Röntgenbildern unnötig steigen. Diese Artefakte entstehen bei langjähriger Nutzung auf den digitalen Speicherfolien oder analogen Filmfolien der Geräte. Mängel könnten auch zu einer erhöhten Belastung der Patienten führen, heißt es.

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TÜV: CT-Geräte mit weniger Mängeln

Geräte für die Computertomografie (CT) und Mammografie hat der TÜV ebenfalls untersucht. Bei insgesamt 300 Prüfungen im Jahr 2021 wurden nur 18 Mängel festgestellt, zwei davon gelten wegen nicht ausreichendem Strahlenschutz als „schwerwiegend“ (Quelle: TÜV-Verband).