Anonyme Hacker haben in einem Forum ein über 100 GB großes Paket mit sensiblen Daten zu Amazons Streaming-Dienst Twitch veröffentlicht. Neben Passwörtern wurden die Einnahmen vieler Streamer offengelegt, ebenso die Pläne für einen Steam-Konkurrenten.

 

Twitch

Facts 

Durch einen großen Twitch-Leak, der sogar den Quellcode des Dienstes beinhalten soll, sind tonnenweise Nutzerdaten im Netz gelandet. (Quelle: Twitter). Da das ganze Ausmaß des Leaks noch nicht bekannt ist, solltet ihr, bevor ihr euch anschaut, was Streamer auf Twitch so verdienen, vorsichtshalber euer Passwort ändern.

Twitch-Leak legt Passwörter offen: Das solltet ihr tun

Da bei dem Leak auch Nutzerdaten veröffentlicht wurden, solltet ihr eure Sicherheitseinstellungen aktualisieren:

  • Loggt euch auf twitch.tv mit euren Account-Daten ein
  • Klickt auf euren Avatar oben rechts und klickt anschließend auf „Einstellungen“
  • Klickt dann auf den Reiter „Sicherheit und Privatsphäre“
  • Dort könnt ihr dann euer Passwort ändern
  • Falls ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung noch nicht nutzt, empfiehlt es sich diese zu aktivieren
  • Solltet ihr auf Twitch streamen, ist es ebenfalls ratsam euren Stream-Schlüssel zurückzusetzen

Einnahmen von Streamern ebenfalls geleakt

Bei den Daten sollen ebenfalls konkrete Informationen zum Verdienst vieler bekannter Streamer dabei sein. Unter anderem die Einnahmen im September 2021 von Streamern wie XQC, Shroud, Pokimane, Asmongold oder Amouranth.

Ebenfalls geleakt wurden die genauen Zahlen darüber, was viele Streamer innerhalb von zwei Jahren verdient haben. Warzone-Streamer Nickmercs soll auf über 5 Millionen Dollar kommen, sein Kollege TimTheTatmann soll seit August 2019 3,2 Millionen Dollar eingenommen haben. Der deutsche Streamer MontanaBlack soll in der Zeit knapp 2,4 Millionen Dollar verdient haben.

Bei diesen Daten soll es sich nur um die direkten Auszahlungen durch Twitch handeln. Spenden, Sponsoren und Merch-Verkauf gehören da natürlich nicht zu.

Amazon arbeitet an Steam-Konkurrent

In den geleakten Daten finden sich auch Informationen zu einem Projekt mit dem Namen „Vapor“. Amazon Games arbeite angeblich an einem eigenen Store, der einige Features von Twitch aufgreift. Außerdem soll unter dem Namen „Vapeworld“ eine Art VR-Chat entwickelt werden.

Wie groß der Schaden tatsächlich ist, bleibt abzuwarten. Die Hacker haben die Nutzerdaten nur ins Netz gestellt, doch andere könnten diesen Leak ausnutzen. Wir empfehlen auf jeden Fall euer Passwort zu ändern und auf ungewöhnliche Aktivitäten bei eurem Account zu achten.