Nach den jüngsten Releases aus dem Hause Ubisoft beanstandeten Kritiker, dass sich bestimmte Gameplay-Elemente in den Spielen ständig wiederholten und die Titel so kaum Abwechslung böten. Das möchte das Unternehmen nun ändern und strukturiert das Produktionsteam kurzerhand um.

 

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Ubisoft hat bereits ein Weilchen mit starker Kritik zu kämpfen. Schuld daran ist die berühmt-berüchtigte Ubisoft-Formel. Diese beschreibt das Wiederkehren von bestimmten Gameplay-Elementen und Design-Entscheidungen in verschiedenen Spielen. Sei es das Freischalten von Gebieten oder das Erledigen von Aufgaben – die Open-World-Titel aus dem Hause Ubisoft sind sich oftmals sehr ähnlich, wie Ghost Recon: Breakpoint vor noch nicht allzu langer Zeit wieder verdeutlichte. Insider berichten, das läge vor allem daran, dass die Teams hinter den Ideen sehr klein waren und sich so Geschmack und Meinungen oft wiederholten.

Manchmal soll es einfach nicht sein.

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Ubisoft-Formel adé? Größere Teams sorgen für Abwechslung

Inzwischen findet bei Ubisoft ein Umdenken statt. Produktionsteams werden erweitert und umgestaltet, um so frische Ideen mit einzubringen. Erste Auswirkungen sind bereits zu spüren, denn die Verschiebung zahlreicher Titel wie God & Monsters, Watch Dogs: Legion und Rainbow Six: Quarantine auf das zweite Halbjahr 2020 bringt den Entwicklern wichtige Zeit ein, um Verbesserungen vorzunehmen:

„Obwohl jedes dieser Spiele bereits eine starke Identität und hohes Potenzial aufweisen, möchten wir, dass unsere Teams mehr Zeit für die Entwicklung haben, um sicherzustellen, dass ihre jeweiligen Innovationen perfekt umgesetzt werden. Wir möchten den Spielern optimale Erfahrungen bieten“, so CEO Yves Guillemot.

„Diese Entscheidung wird erhebliche Auswirkungen auf unsere Finanzen im laufenden Geschäftsjahr haben und steht im Widerspruch zu unseren jüngsten Erfolgen beim Aufbau eines stabileren Entwicklungsmodells. Sie steht jedoch im Einklang mit unserer Strategie, den künftigen Wert unserer Marken für die Zukunft zu maximieren“, fuhr er fort.

Konkret heißt das, Ubisoft krempelt sein Modell um, verschafft den Entwicklern ausreichend Zeit, um ihre Kreativität und Ideen in die Spiele einzubringen, und sorgt so (hoffentlich) für mehr Abwechslung in der Zukunft.

Jasmin Peukert
Jasmin Peukert, GIGA-Expertin für Games, Anime, Final Fantasy 14 und League of Legends.

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