In der Gerüchteküche gab es schon lange die Vermutung, dass es bald eine neue Version des Raspberry Pi 4 mit verbesserter Hardware geben würde. Nun ist es offiziell – und die Fans scheinen begeistert zu sein. 

 
Raspberry Pi 4
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Raspberry Pi 4: Neue Version mit 8 GB RAM vorgestellt

Mit dem Raspberry Pi 4 erfüllte die Raspberry Pi Foundation ein paar langersehnte Wünsche der Fans. Neben einem zweiten Display-Anschluss und einem USB-3.0-Port wurde der Mini-Rechner auch erstmals mit satten 4 GB RAM angeboten. Durch diese Änderungen konnte der neue Pi schon fast als Ersatz für einen Home-Office-Rechner herhalten – das stellten wir auch im Test fest.

Nachdem durch eine Revision ein USB-Bug beseitigt werden konnte, bekommt der Pi nun nochmal ein Hardware-Upgrade spendiert, das es in sich hat. Ab sofort wird der Raspberry Pi 4 nämlich auch in einer Version mit ganzen 8 GB an Arbeitsspeicher angeboten und kostet hierzulande rund 80 Euro. Damit ist das neue Modell rund 20 Euro teuer als die 4-GB-Variante.

Auf Twitter erfreut sich die Ankündigung großer Beliebtheit. Zum aktuellen Zeitpunkt wurde der entsprechende Tweet über 2.000 mal retweetet und mit mehr als 4.000 „Gefällt mir“-Angaben versehen:

Neuer Raspberry Pi 4: Für wen lohnt sich der Kauf des 8-GB-Modells?

Die große Frage ist: Bietet das Speicherupgrade für die Nutzer wirklich einen Mehrwert? Schließlich ist Raspbian ein 32-Bit-System, welches einem Prozess maximal 4 GB an RAM zur Verfügung stellen kann. Die unbefriedigende Antwort: Jein. Einen wahrnehmbaren Leistungssprung wird man in den meisten Fällen nicht erwarten können. Das belegt auch der erste Test von Toms Hardware.

So wurde der Raspberry Pi 4 damals offiziell vorgestellt:

Raspberry Pi 4: Das leistet der neue Mini-Rechner

Dennoch kann sich für den einen oder anderen Nutzer ein Blick lohnen. Wer seinen Pi gerne als Desktop-Ersatz nutzen möchte und stets viele Tabs im Chrome offen hat (die praktischerweise als einzelne Prozesse gehandhabt werden), eine VM nutzt oder den zusätzlichen Arbeitsspeicher als RAM-Disk aufsetzen will, kann hier durchaus profitieren.

Zudem schreitet auch die Entwicklung einer 64-Bit-Variante des Raspberry Pi OS immer weiter voran, welche von dem zusätzlichen Arbeitsspeicher deutlich besser Gebrauch machen wird.