Beinahe jeder Apple-Nutzer hat es schon erlebt: Plötzlich zeigen sich kleine Risse in der Ummantelung des Ladekabels von iPhone, Mac und Co. Aber warum ist das so? Ein bekannter YouTuber beleuchtet jetzt die Hintergründe. Zwei Entscheidungen von Apple stehen dabei im Mittelpunkt.

 

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Apples Zubehör ist alles andere ein Schnäppchen. Für ein kurzes (0,5 m) USB-Lightning-Kabel verlangt der iPhone-Hersteller bereits 25 Euro. Die horrende Preispolitik beim Originalzubehör macht es umso ärgerlicher, wenn das im Lieferumfang beigelegte Ladekabel für iPhone, iPad, Mac oder andere Apple-Geräte den Geist aufgibt und bricht. Viele Apple-Nutzer sind mit diesem nervigen Problem vertraut, auch der Autor dieser Zeilen. Der bekannte YouTuber Apple Explained hat in einem neuen Video eine Antwort auf die Frage gegeben, weshalb das so ist.

Apples Ladekabel: Design und Umweltschutz führen zu Bruch

Demzufolge sollen zwei Entscheidungen hauptverantwortlich für das Kabelproblem sein. Einerseits habe Apples Designabteilung gedrängt, eine dünnere und damit optisch attraktivere Kabelzugentlastung zu verbauen. Zwar sollen Apples Ingenieure eingewendet haben, dass eine weniger dicke Kabelzugentlastung zu vermehrtem Kabelbruch führen könne. Doch da Apples Desigteam stets das finale Wort habe, so Apple Explained, seien die Ingenieure schlicht überstimmt worden.

Ein weiterer Grund soll die Entscheidung gewesen sein, schrittweise auf umweltschädliche und giftige Materialien wie PVC in den Produkten zu verzichten. PVC werde in der Industrie dazu verwendet, Ladekabel haltbarer und widerstandsfähiger zu machen. Der Verzicht darauf soll ebenfalls dazu beigetragen, dass Apples Ladekabel leichter brechen. Das Gummimaterial, das Apple stattdessen verwendet, sei laut Apple Explained anfälliger für Brüche.

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Gewebter Stoff statt Gummi: Trendwende bei Apples Ladekabel?

Immerhin scheint Apple das Problem nun selbst angehen zu wollen. So wird etwa der neue iMac (2021) mit einem Netzkabel ausgeliefert, das nicht mit einem Gummimaterial ummantelt ist, sondern mit einem gewebten Stoff. Gleiches gilt für das USB-C-Lightning-Kabel für die beigelegte Tastatur und Maus. Davor wurde bereits der HomePod mit einem ähnlichen Ladekabel ausgeliefert. Das weckt die Hoffnung, dass Apple weitere Produkte wie ein künftiges iPhone mit diesen Ladekabeln ausliefert oder sie separat zum Kauf anbietet.