Ein beliebtes Elektroauto ist von einem Rückruf des Herstellers betroffen. Doch bis der vollzogen ist, sollte das E-Auto nicht mehr an der heimischen Steckdose oder Wallbox aufgeladen werden. Davor warnt die US-Verkehrssicherheit. Doch auch hierzulande sieht man das E-Modell häufig.

Warnung vorm Laden Zuhause: Brandgefahr bei E-Autos von Hyundai

Rund 82.000 Elektroautos hat Hyundai im vergangenen Jahr zurückgerufen, darunter das bisherige Aushängeschild der Elektrifizierung beim südkoreanischen Autokonzern, den Elektro-SUV Hyundai Kona EV. Die Rückholaktion gilt für den internationalen Markt, somit war und ist auch deutschen Hyundai-Fahrern angeraten, ihre E-Fahrzeuge überprüfen und gegebenenfalls reparieren zu lassen.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat eine Empfehlung abgegeben, wie Kunden jetzt verfahren sollen: Demnach solle als Zwischenlösung – also bis Hyundai die Batterie austauscht – manuell das Ladelimit der betroffenen E-Autos heruntergesetzt werden. Das könne bei Lizenzhändlern oder auch eigenständig über das Infotainment-System der Fahrzeuge erledigt werden. Eine entsprechende Anleitung wolle Hyundai den Autobesitzern zur Verfügung stellen.

Vor allem aber warnt die NHTSA davor, die betroffenen Modelle – neben etwa 76.000 Kona auch einige Tausend Hyundai Ioniq – nicht Zuhause in der eigenen Garage oder unter einem Carport zu laden bis das Problem behoben ist. So soll das Risiko minimiert werden. Kommt es beim Laden doch zu einem Brand, wäre immerhin nur das Auto betroffen, nicht Gebäude oder sogar Menschen in Gefahr.

Der Hyundai Kona EV bei der Vorstellung – inzwischen läuft die Rückholaktion:

Hyundai Kona: Elektro-SUV mit fast 500 Kilometern Reichweite

14 Brände führen zu riesigem Rückruf

Der Rückruf war ausgegeben worden, nachdem in einigen Fällen Feuer an den Elektroautos ausgebrochen war. Insgesamt sind 14 solcher Vorfälle bekannt. Einer ereignete sich während der Wartung im Rahmen eines vorherigen Rückrufs.

Mit dem E-SUV Kona hat Hyundai somit einerseits ein aktuell ein paar Probleme. Insgesamt ist das E-Auto aber erfolgreich seit dem Start im Jahr 2018. Noch mehr verspricht man sich in Südkorea allerdings vom neuen Modell Ioniq 5, welches im Sommer auch in Deutschland auf den Markt kommen soll.