Nach LG und Xiaomi ziehen nun weitere Hersteller den Stecker: Wegen erhöhter Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus möchte Sony der wichtigsten Mobilfunkmesse der Welt fernbleiben. Stattdessen soll es Online-Events geben. Amazon wird auch keinen eigenen Stand betreiben.

Sony sagt Teilnahme an MWC 2020 ab

Sony wird nicht mit einem eigenen Stand beim Mobile World Congress 2020 in Barcelona vertreten sein. Auch neue Handys sollen auf der wichtigsten Mobilfunkmesse der Welt nicht vorgestellt werden, heißt es in einem offiziellen Statement. Als Begründung wird wie bei anderen Herstellern das grassierende Coronavirus angegeben. Die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter können nicht gewährleistet werden. Stattdessen sollen neue Produkte über ein Online-Event vorgestellt werden, Details dazu sind aber noch nicht bekannt gemacht worden.

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Vonseiten Sonys heißt es: „Sony hat die Entwicklung der Situation nach dem neuartigen Ausbruch des Coronavirus, der von der Weltgesundheitsorganisation am 30. Januar 2020 zum weltweiten Notstand erklärt wurde, genau beobachtet“.

Von Sony hatten wir uns zuletzt das Xperia 5 angeschaut. Alle Infos dazu gibt es hier im Video:

Sony Xperia 5 im Hands-On.

Amazon verzichtet auf Mobilfunkmesse

Neben Sony hat nun auch Amazon bekannt gegeben, dass der Konzern nicht beim Mobile World Congress Ende Februar mit dabei sein wird. Auch wenn Amazon selbst keine Smartphones herstellt, dürfte die Nichtteilnahme als weiteres Signal an andere Produzenten gelten, von der Messe lieber fernzubleiben.

Ob Xiaomi zum Mobile World Congress 2020 anreisen wird, steht derweil noch nicht fest. Es gibt allerdings Berichte, nach denen der chinesische Hersteller seine neuen Handys, darunter wohl das Xiaomi Mi 10 (Pro) nur online vorstellen möchte.

MWC 2020: LG kommt nicht, ZTE nur halb

Zuletzt hatte bereits der südkoreanische Hersteller LG seine Teilnahme an der Messe abgesagt. Auch hier stehe die Sicherheit der Mitarbeiter und Fans an erster Stelle, weshalb auf eine Teilnahme verzichtet werden soll. Der chinesische Produzent ZTE hat zudem eine geplante Pressekonferenz abgesagt, möchte aber mit einem eigenen Stand vertreten sein.

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Veranstalter: Messe findet wie geplant statt

Die Veranstalter des Mobile World Congress möchten die Messe dennoch weiter wie geplant vom 24. bis 27. Februar stattfinden lassen. Wie die GSM Association laut The Verge bekannt gab, hat es erneut eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen gegeben. Demnach ist es Personen aus der chinesischen Region Hubei untersagt, am Mobile World Congress teilzunehmen.

Personen anderer Regionen müssen beweisen, dass sie sich seit mindestens 14 Tagen außerhalb Chinas befinden. Dies dürfte über Einträge im Reisepass geschehen. Darüber hinaus soll es Temperaturmessungen geben und Besucher müssen „belegen“, dass sie nicht im infizierten Personen in Kontakt waren. Schon zuvor hatten sich die Organisatoren auf eine strikte „No Handshake Policy“ geeinigt, auf das Händeschütteln zur Begrüßung sollten Teilnehmer also besser verzichten.