WhatsApp hat weltweit mittlerweile über 2 Milliarden aktive Nutzer. Damit kommuniziert mehr als jeder vierte Mensch auf der Welt mit diesem Messenger. Um so wichtiger ist es, dass die Privatsphäre geschützt und die Kommunikation verschlüsselt ist. Die Regierung in Deutschland will das aber umgehen – und der Widerstand dagegen sinkt.

 

WhatsApp für Android

Facts 

WhatsApp in Deutschland: Überwachung vor der Verschlüsselung

Regierungen auf der ganzen Welt ist die Verschlüsselung von WhatsApp ein Dorn im Auge – auch in Deutschland. Deswegen versucht die CDU schon seit langer Zeit die Verschlüsselung für Geheimdienste aufzuheben, um bei „besonders schweren Bedrohungen“ eingreifen zu können. Es geht dabei natürlich in erster Linie um Straftaten, die so eventuell vereitelt werden können. Gleichzeitig würde man aber auch alle anderen Nutzer mit einer großflächigen Überwachung unter Generalverdacht setzen. Nun soll laut Spiegel eine alte Lösung wieder aufgegriffen werden, die die Verschlüsselung nicht aushebelt, aber trotzdem eine Überwachung von Verdächtigen ermöglicht.

Demnach soll das Bundesamt für Verfassungsschutz die Möglichkeit bekommen auf Handys von Verdächtigen Trojaner zu installieren, die die Nachrichten von WhatsApp abfangen, bevor sie verschlüsselt verschickt werden. Man würde also mitlesen, was der Verdächtige schreibt, und würde so den Sicherheitsmechanismus umgehen. Eine Einigung mit Facebook wäre nicht nötig. WhatsApp ist natürlich nicht der einzige Messenger, der im Fokus steht. Die gesamte Kommunikation eines Verdächtigen könnte so überwacht werden, noch bevor die Sicherheitsmechanismen der Apps greifen.

Das perfekte Samsung-Handy für WhatsApp bei Amazon

Diese WhatsApp-Tipps musst du kennen:

WhatsApp: 13 Tipps & Tricks, die du kennen solltest

SPD zieht bei CDU-Vorschlag mit

Nachdem das Gesetz ein Jahr auf Eis lag, da sich die SPD quer gestellt hatte, hat sich die Ansicht der Partei nun geändert. Mittlerweile ist die SPD nicht mehr gegen den Vorschlag, sodass die CDU das neue Gesetz wohl durchdrücken kann. Einen Kompromiss musste der Bundesinnenminister Horst Seehofer aber eingehen. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren dürfen nicht überwacht werden.