Die Impfkampagnen rund um die Welt laufen an, wenn auch in unterschiedlichem Tempo. Das macht Hoffnung auf eine Rückkehr der Normalität. Doch der Chef des Pharmakonzerns Pfizer geht davon aus, dass es anders weitergehen wird.

 

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Pfizer-Chef: Schutz vor Corona erst mit dritter Impfung

Mehr Impfstoff wird bald nachgeliefert, dann wieder weniger, klappt doch alles nicht so wie angekündigt – die Übersicht über die deutsche Impfkampagne zu behalten ist eine Mammutaufgabe. Gute Nachrichten und schlechte wechseln sich praktisch täglich ab. Letztere erhalten jetzt Nachschub: Der Chef des US-Pharmakonzerns Pfizer geht davon aus, dass beim Pfizer/Biontech-Impfstoff eine dritte Impfung innerhalb eines Jahres nötig sein wird.

Für alle eigentlich bereits zwei Mal geimpften Personen würde das ein neuerliches Bangen bedeuten. Wer noch keine Impfung erhalten hat, wird noch länger warten müssen als bisher angenommen. Dem amerikanischen Sender CNBC sagte Pfizer-CEO Albert Bourla, es sei „wahrscheinlich, dass eine dritte Dosis nötig sein wird, irgendwo zwischen 6 und 12 Monaten“.

Er gehe außerdem davon aus, dass die Impfung anschließend jährlich aufgefrischt werden müsse – ähnlich wie bei der jährlichen Grippeimpfung. Dies müsse aber noch entsprechend geprüft werden, wobei auch die Virusmutanten eine entscheidende Rolle spielen würden.

Tipps für den Alltag im Lockdown findet ihr im Video:

Coronavirus: 8 Tipps für den Alltag

Mehr Impfstoff von Biontech/Pfizer nötig? Was das für Deutschland bedeutet

Für Impffortschritt in Deutschland könnte das eine neuen Rückschlag bedeuten. Wird Bourlas Annahme bestätigt, reicht der bestellte Impfstoff für entsprechend weniger Leute. Auch müsste wohl erneut diskutiert werden: Sollten erst möglichst viele Menschen die Erstimpfung erhalten oder besonders gefährdete Personen den vollen Impfschutz? Und wie geht es mit den Lockdown-Maßnahmen weiter?

Ein Gutes hat die Nachricht allerdings: Weitere Impfstoff-Forschungen werden betrieben, die Experten lernen so auch immer mehr über das Coronavirus und seine Varianten. Bleibt zu hoffen, dass die zusätzlichen Erkenntnisse künftig für einen besseren Schutz sorgen.