World of Warcraft möchte, dass alle Spieler sich in Azeroth wiederfinden können, und will deswegen mehr Diversität in Spiel und Geschichte bieten. LGBTQ+-Charakter und -Questlines sollen in Shadowlands ein Thema sein.

 

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Facts 

Der Start des neuen Addons für World of Warcraft wurde kürzlich verschoben. Shadowlands sollte eigentlich am 27. Oktober 2020 erscheinen und soll nun erst gegen Ende des Jahres kommen. Das Addon soll neben neuen Quests, Features und Gebieten auch Lore-technisch ein paar neue Wege gehen.

Der Pre-Expansion-Patch steht jedoch bald an, um Spieler auf Shadowlands einzustimmen:

Überlebensratgeber für den Pre-Patch zu Shadowlands
World of Warcraft - GameCard (60 Tage Pre-Paid)

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In einem Interview mit Techradar erklärten Blizzard-Entwickler, wie World of Warcraft in Zukunft etwas bunter werden soll und wieso sich das Studio dafür entschieden hat. Die Unterbringung von mehr Diversität soll aber nicht mit dem Holzhammer geschehen, sondern einfach ein normaler Teil des Spiels sein.

Für Spieler gibt es schon durch die neuen Anpassungsmöglichkeiten und den kostenlosen Geschlechterwechsel beim Barbier (ziemlich heftige Umschulungsmaßnahme) die Freiheit, ihren eigenen Charakter nach den eigenen Wünschen zu verändern und ein Teil von Azeroth zu sein. Seien es die vielen neuen Hauttöne oder Gesichtszüge, die diverse Herkünfte repräsentieren können, es gibt viele neue Möglichkeiten und am Ende ist es zum Glück jedem Spieler selbst überlassen, wie sein Charakter aussieht.

NPCs und Questlines

Im Interview werden ein paar Beispiele genannt, wie die Themen in WoW integriert werden. Da wären zum Beispiel der NPC Pelagos aus dem neuen Gebiet Bastion besaß zu Lebzeiten einen weiblichen Körper, hat aber in den Shadowlands, einen männlichen Körper als Erscheinungsform gewählt. In einem Dialog mit ihm erfährt der Spieler, dass er sich als Mann deutlich wohler fühlt.

Ein weiteres Beispiel stammt aus dem Buch Shadows Rising, welches die Vorgeschichte zu Shadowlands erzählt. In Dazar'alor werden zwei Frauen von der Trollkönigin Talanji getraut, die Heirat ist dort völlig normal. Eine andere Geschichte dreht sich um die beiden bekannten Charakter Flynn Schönwind und Matthias Shaw, die sich durch ihre gemeinsamen Aktionen in BfA näherkommen.

Das letzte Beispiel stammt wieder konkret aus dem Spiel. In dem Gebiet Ardenwald geht es in einer Geschichte darum, mehr über Tyrande und ihre Transformationen zur Nacht-Kriegerin zu erfahren. Dabei begegnen die Spieler einem männlichen Paar, von denen einer in der Vergangenheit ebenfalls als Nacht-Krieger kämpfte.

Integration ins Spiel

Egal ob schwul, lesbisch oder trans diese Charaktereigenschaften soll nicht das alles bestimmte Merkmal der NPCs und Geschichten sein. Es ist immer nur ein Teil des NPC oder der Quest-Reihe, es gehört dazu und mehr wird damit nicht gemacht.

Steve Danuser, der Lead Narrativ Designer, erklärte, das es Zukunft ein Teil von Figuren und Geschichten sein wird:

„Wir haben ein Team, das aus vielen unterschiedlichen Personen mit unterschiedlichen Sichtweisen und Hintergründen besteht, und es ist uns wichtig, Geschichten zu erzählen, die uns bewegen und die unsere Anliegen reflektieren. Außerdem wollen wir Azeroth zu einem Ort machen, der für viele unterschiedliche Sichtweisen repräsentativ und sehr einladend ist. Was auch immer dein Hintergrund ist, in dieser Welt gibt es einen Platz für dich.“

Jeder Spieler soll sich in Azeroth repräsentiert und zu Hause fühlen. Offenheit und Diversität sollen das „Normal“ für WoW sein