Xiaomi-Smartphones: Chinesischer Hersteller bindet sich stärker an Google

Peter Hryciuk

Eine zu starke Bindung an Google kann schwere Konsequenzen haben – sieht man aktuell an Huawei und dem US-Bann. Die Entscheidung von Xiaomi, sich mehr an Google zu binden, hat aber auch einen positiven Effekt – besonders für die Nutzer.

Xiaomi setzt bei internationalen Smartphones mehr auf Google

Der chinesische Konzern Xiaomi hat mitgeteilt, dass zukünftig auf internationalen Smartphones, die nicht in China verkauft werden, verstärkt Google-Apps vorinstalliert werden. Bereits beim Xiaomi Mi 9T Pro oder Redmi Note 8 Pro verzichtet das Unternehmen auf die eigene Telefon- und Messenger-App. Stattdessen kommen die Anwendungen von Google zum Einsatz, die mit den Google Mobile Services arbeiten. Xiaomi will damit die in Europa geltenden Regeln für Privatsphäre einhalten, was mit den eigenen Apps wohl nicht funktioniert. Bei zukünftigen Smartphones wird das ebenfalls Standard. In China spielt das keine Rolle. Dort kommen überhaupt keine Google-Apps zum Einsatz.

Für die Besitzer von Xiaomi-Smartphones hat das einen großen Vorteil. Man bekommt Apps von Google zur Verfügung gestellt, die man von anderen Handys kennt. Diese werden zukünftig dann auch direkt über den Google Play Store aktualisiert und somit auf dem neuesten Stand gehalten. Auf eine Funktion müssen die Nutzer zukünftig aber verzichten: Man kann keine Gespräche mehr aufzeichnen – berichtet XDA. Das ist in Deutschland ohne die Einwilligung des Gegenübers sowieso nicht gestattet.

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Xiaomi: Besteht die Gefahr eines US-Banns?

Xiaomi und Huawei sind zwar beides chinesische Unternehmen, haben aber nicht die gleichen Produkte im Angebot. Xiaomi hat sich eher auf den Markt für Endkonsumenten konzentriert und verkauft mittlerweile fast alles, was man so brauchen könnte. Huawei bietet zwar auch Smartphones und Produkte für Endkonsumenten an, ein großer Teil des Geschäfts besteht aber aus dem Aufbau und der Entwicklung von Mobilfunknetzen, die die Infrastruktur eines Landes beeinflussen. Die Gefahr, dass Xiaomi als chinesisches Unternehmen ebenfalls einen US-Bann erhält, ist zwar nicht komplett auszuschließen, aber relativ gering.

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