Xiaomi könnte derzeit an einem besonders kuriosen Smartphone arbeiten, das gleich mehrere Probleme auf einmal löst. Das Design des faltbaren Handys ist dabei eher gewöhnungsbedürftig – könnte aber gleichzeitig einen interessanten Einblick in die Zukunft geben.

Xiaomi: Neues faltbares Handy-Konzept

Faltbare Handys sorgen dafür, dass bei Herstellern der Fantasie freien Lauf gelassen wird. Nach Jahren der Stagnation, was das grundsätzliche Design von Smartphones angeht, haben sie nun für eine neue Kreativität gesorgt. Auch bei Xiaomi wird fleißig experimentiert, wie ein neues Patent zeigt, das jetzt bei der CNIPA (China National Intellectual Property Administration) eingetragen wurde. Demnach könnte Xiaomi mit einem Handy überraschen, bei dem sich nur ein kleiner Teil tatsächlich falten lässt – und das bringt in der Tat ein paar Vorteile, wie sich zeigt.

Das noch namenlose Konzept ist Tiger Mobiles zuerst aufgefallen. Auf den Zeichnungen von Xiaomi ist ein Handy zu sehen, das auf den ersten Blick gar nicht mal so ungewöhnlich erscheint. Nur ein Blick auf die Rückseite lässt erahnen, dass es sich hier wirklich um eine neue Idee handelt. Von rückwärtigen Kameras ist nämlich keine Spur – dafür sind vorne gleich mehrere Linsen zu sehen.

Der chinesische Produzent stellt sich die ganze Sache so vor, dass nur der obere Teil des Handys – vielleicht nur ein Sechstel – tatsächlich flexibel gestaltet ist. Er lässt sich nach hinten umbiegen und schon werden die vermeintlichen Selfie-Kameras zu rückwärtigen „Hauptkameras“. Ein ähnliches Prinzip war schon beim Asus ZenFone 6 zu sehen, wenn auch ohne flexibles Display.

Xiaomi: Konzept-Handy mit Vorteilen

Die Vorteile einer solchen Lösung liegen auf der Hand. Xiaomi spart sich ein paar Kameralinsen und der Besitzer darf sich darüber freuen, dass die Leistung bei Fotos wie Selfies gleichermaßen gut bleibt. Hinzu kommt ein sicher unerwarteter Wow-Effekt in der Umwelt, wenn das normal aussehende Handy sich plötzlich nach hinten wegfalten lässt. Doch es gibt noch einen weiteren Vorteil.

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Andere Falt-Smartphones wie das Galaxy Fold, Galaxy Z Flip oder die Neuauflage des Motorola Razr müssen auf zwei Akkus setzen. Da sich die Geräte in der Mitte falten lassen, ist der Platz einfach zu klein, um einen großen Akku einzusetzen. Das wiederum dürfte bei Xiaomis Variante kein Problem darstellen, da genug Platz für eine Batterie mit Standardabmessungen bleibt.

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Auch beim Preis könnte es durchaus einen gewissen Vorteil für Kunden geben. Da weniger Kameras zum Einsatz kommen, ist die Produktion für Xiaomi günstiger. Dieser Vorteil dürfte aber wegen des faltbaren Displays wieder zunichtegemacht werden. Derzeit steht auch nicht fest, wie ernst es der Hersteller wirklich mit diesem Konzept meint. Wie immer bedeutet ein Patent nicht zwangsweise, dass ein solches Produkt bald auch wirklich auf den Markt kommen wird – interessant wäre es in diesem Fall aber schon.