„Brad Pitt tot: Suizid“: Nachricht bei Facebook verteilt Computer-Viren

Martin Maciej

In Zeiten des Internets verbreiten sich Meldungen und Nachrichten dank sozialer Medien rasend schnell. Leider wird jedoch selten der Ursprung einer Mitteilung geprüft, so dass Betrüger das Schneeballprinzip der sich schnell verteilenden Nachrichten für sich ausnutzen können. Aktuell kursiert etwa die News im Netz, nach welcher Brad Pitt tot sei. Der beliebte Schauspieler soll als Folge der Trennung von Angelina Jolie Selbstmord begangen haben.

„Brad Pitt tot: Suizid“: Nachricht bei Facebook verteilt Computer-Viren

Die als „Breaking News“ getarnte Meldung wird derzeit wie wild bei Facebook, Twitter und Co. geteilt. Natürlich handelt es sich hierbei um einen klassischen Hoax. Trotz der Trennung von Angelina Jolie ist Pitt nicht so am Boden zerstört, dass er Suizid begangen hat.

Das steckt hinter Hoaxes, Fakes und Betrug im Internet.

“Brad Pitt tot“: Meldung ist ein Hoax

Hinter Meldungen dieser Art stecken keine brauchbaren Informationen, sondern vielmehr Hacker, die gefälschte Sensationsnachrichten für ihre Zwecke missbrauchen wollen.

  • In der Regel werden solche Fake-Todesnachrichten wie jetzt im Falle von Brad Pitt bei Facebook gestreut.
  • Zu sehen ist ein Bild des Prominenten, inklusive der Beschreibung „R.I.P. Brad Pitt“.
  • Im Teasertext wird kurz angerissen, dass der Schauspieler tot aufgefunden wurde. Als Ursache wird Suizid angegeben, die Quelle soll FoxNews sein.
  • Der User wird dazu verleitet, den Link hinter der Meldung anzuklicken, um näheres über die vermeintliche Todesursache des Schauspielers zu erfahren.
  • Wer allerdings dem Link folgt, kommt nicht zu einer Nachrichtenseite, sondern tappt in eine Falle.
  • Hinter dem Link versteckt sich ein Virus, welcher in Form eines Trojaners z. B. Passwörter und private Daten auf der Festplatte ausspähen kann.
  • In anderen Fällen werden Nutzer dazu verleitet, sich zunächst eine App zu installieren, um die angebliche Meldung lesen zu können. Nach dem Download gibt es jedoch keine News auf dem Bildschirm. Vielmehr schnappt im Hintergrund eine teure Abo-Falle zu.

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Brad Pitt ist nicht der erste Prominente, der durch eine gefälschte Todesnachricht von Betrügern missbraucht wird. In der Vergangenheit gab es ähnliche Fakes bereits über den Tod von Mr.Bean-Darsteller Rowan Atkinson, Mike Tyson oder Wrestler John Cena. Bekanntestes Beispiel für betrügerische Fake-News-Fallen ist Michael Schumacher.

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Brad Pitt ist nicht tot, Meldung ein gefährlicher Fake

Nachrichten dieser Art werden vor allem in geschlossenen Facebook-Gruppen mit vielen Mitgliedern gestreut. Seht ihr dort eine ähnliche Meldung, die euch suspekt erscheint, folgt nicht dem Link, sondern ruft eine renommierte Nachrichtenseite online auf. In der Regel werden tatsächliche Todesmeldungen zeitnah auch dort auf die Startseite gepackt. Gerade im Falle eines so bekannten Beispiels wie Brad Pitt sollte man skeptisch werden, wenn es an anderen Stellen im Netz keinerlei Meldungen über einen Selbstmord gibt.

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Habt ihr bereits auf den Link geklickt, sollte die Festplatte sofort auf Viren gescannt werden. Zur Sicherheit empfiehlt es sich, Passwörter zu ändern. Um sicherzustellen, dass das System nicht von Malware befallen wurde, sollte man überlegen, den Rechner zu formatieren und komplett neu aufzusetzen.

Bildquellen: Screenshot via Facebook, Joe Seer / Shutterstock.com, Featureflash Photo Agency / Shutterstock.com

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