Elyas M’Barek tot? Todesnachricht kursiert bei Facebook und Co.: Vorsicht vor Fakes und Fallen

Martin Maciej

Dank sozialer Medien wie Facebook, Twitter und Co. verbreiten sich Nachrichten, aber auch Gerüchte und Unwahrheiten schneller als je zuvor. Einige Scherzkekse, aber auch Betrüger machen sich das potentielle Lauffeuer zunutze und streuen Falschmeldungen, um Likes und somit zweifelhaften Ruhm zu sammeln oder aber, um betrügerische Inhalte über das Netz zu verbreiten. Neuestes „Opfer“ solcher Gerüchte ist Elyas M’Barek. Bei Facebook kursiert aktuell eine angeblich echte Nachrichtenmeldung, nach welcher Elyas M’Barek tot sei.

Natürlich handelt es sich hierbei um eine Fake-Nachricht. Elyas M’Barek ist nicht tot, die angebliche Nachricht stammt auch nicht, wie angegeben, von RTL. Vielmehr versteckt sich hinter der Meldung eine Falle.

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Elyas M'Barek unzensiert: Der Star aus Fack ju Göhte privat.

Hoaxes auf Facebook.

Elyas M’Barek ist nicht tot: Fake-Meldung bei Twitter und Co.

Die Meldung wird angeteasert mit der Nachricht über den angeblichen Tod von Elyas M’Barek:

Elyas MBarek tot. Die Angehörigen bestätigen. Heute Abend gegen 21:40 im Kölner-Stadtteil Deutz er Opfer einer… RTL.DE

Als Quelle wird RTL angegeben. Natürlich will der Leser im sozialen Netzwerk wissen, was hinter der Meldung steckt und was dem beliebten Schauspieler wohl zugestoßen sei.

  • Nach einem Klick kommt man allerdings nicht auf die richtige News und schon gar nicht auf die Seite von RTL.
  • Vielmehr wird man dazu aufgefordert, den Artikel zunächst zu teilen.
  • Darüber hinaus sollen Kommentare hinterlassen werden, um seine Trauer über den angeblichen Tod kundzutun.
  • Durch das Teilen des Artikels wird die Fake-Nachricht weiter im Netz verbreitet.
  • Einen Zugang zu der News gibt es allerdings auch dann nicht.
  • Viel mehr wird man auf ein Gewinnspiel weitergeleitet, bei welchem man angeblich ein iPhone 6S oder eine PlayStation 4 abstauben kann.

Elyas M’Barek tot

Auch hier handelt es sich allerdings um eine Falle. Wollt ihr euren Gewinn in Anspruch nehmen, müsst ihr euch bei einem angeblichen Gewinnspieldienst anmelden. Auf diesem Weg gebt ihr eure Daten allerdings aus der Hand, die Werbespam-Falle hat zugeschlagen. Bestätigt ihr eure Daten, werdet ihr auf eine Gewinnspielseite weitergeleitet. Setzt ihr den entsprechenden Haken bei der Anmeldung, gebt ihr zusätzlich das Einverständnis, dass eure Kontaktdaten an Sponsoren weitergegeben werden können, um so zukünftig Werbung zu erhalten.

Ob tatsächlich eine PlayStation 4 gewonnen werden kann, steht allerdings in den Sternen. Achja, und die Meldung über den angeblichen Tod von Elyas M’Barek bekommt man auch dann nicht zu sehen. Der beliebte Schauspieler, der sich vor allem durch Fack ju Göhte einen Namen gemacht hat, ist nicht die einzige Berühmtheit, die für fragwürdige Zwecke missbraucht wird. Bei Facebook kursieren auch regelmäßig Meldungen über den Tod von Bud Spencer oder über das Ableben Arnold Schwarzeneggers.

Quelle für die angeblichen Todesmeldungen ist regelmäßig die Webseite Necropedia. Hier werden regelmäßig Nachrufe bekannter Personen veröffentlicht, die allerdings mit dem Zusatz „Dies ist kein Nachrichten. (Niemand ist gestorben)“ (sic) versehen sind. Eine Übersicht über aktuelle Fake-Meldungen und Gefahren bei Facebook findet ihr bei Mimikama.

Quelle: Mimikama

Bildquellen: JoemanjiArts,  © Constantin Film

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