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Gronkh: Beantragung der Rundfunklizenz war „die letzte Alternative“

Lisa Fleischer

Seit dem 9. Januar hat Gronkh also offiziell eine Rundfunklizenz. Die Nachricht kam überraschend, stellte sich der Let’s Player doch mit anderen gegen die Forderung der Landesmedienanstalt NRW. Jetzt erklärt Gronkh seine Beweggründe.

PlayMassive GmbH, deren vormaliger Geschäftsführer Gronkh war, war übrigens auch am Spiel Valnir Rok beteiligt:

Valnir Rok: Offizieller Ankündigungs-Trailer.

Seit 2017 werden zumindest in NRW zahlreiche größere und kleinere Streamer mit der Aufforderung angeschrieben, sie bräuchten eine Rundfunklizenz. In einem Interview mit GamesWirtschaft erzählt Gronkh, der mit bürgerlichem Namen Erik Range heißt, dass die dortige Landesmedienanstalt (LfM) offenbar kein Interesse an einer Verhandlung über die Sinnigkeit einer Rundfunklizenz für Streamer hat. Vielmehr wollte sie die Situation zumindest in Gronkhs Fall aussitzen.

Ihm blieben dadurch nur wenige Möglichkeiten: Er konnte ganz mit dem Streamen aufhören, was für ihn jedoch nicht in Frage kam. Ins Ausland ziehen und dort weiterproduzieren war auch eine Option, schließlich sieht die Gesetzeslage dort ganz anders aus. Tatsächlich sind die ersten Streamer laut Gronkh im Begriff, genau das zu tun, Erik Range ist mit seinem aktuellen Wohnsitz aber offenbar zufrieden.

Es gibt Hoffnung: Eine neue Rundfunklizenz ist wohl schon in Arbeit

Er entschied sich deshalb dafür, die Verhandlungen beizulegen und letzten Endes doch eine Rundfunklizenz anzumelden – zumindest für seinen 24/7-Sender. Der Grund: „Dieser würde kein Exempel für reguläre Streamer statuieren, da er tatsächlich durchgehend und mit Programmplan sendet.“ Und das, obwohl die Rundfunklizenz für Range wohl „absolut gar keine“ Vorteile bringt.

Range räumt in dem Artikel mit dem Gerücht auf, die Jugendschutz-Gesetze und medienrechtlichen Werbevorschriften müsse man nur beachten, hat man eine Rundfunklizenz. „Auch ganz ohne diese Auflagen bin ich als Streamer dazu verpflichtet, diese Gesetze zu beachten.“ Ändern würde sich nur, dass Gronkh jetzt einen Jugendschutzbeauftragten stellen muss – den hat er aber wohl schon seit 2012.

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Abschließend stellt er klar, dass er nichts per se gegen die Rundfunklizenz hat – gerade für Fernsehsender, die inzwischen auch online streamen. „Ich verstehe, dass Vollzeit-Programme einer Regulierung bedürfen und die Meinungsvielfalt bewahrt werden muss.“ Dazu gehören für ihn aber nicht Streamer; vor allem nicht solche, die teilweise nicht mehr als 100 Zuschauer haben. Wollen diese weiter streamen, bleibt für sie oft keine andere Möglichkeit, außer, sie wandern aus. „Schade, dass es soweit kommen musste“, so Range.

Was sagst du: War Gronkhs Entscheidung, klein bei zu geben und eine Rundfunklizenz anzumelden, richtig oder fürchtest du, dass jetzt erst recht keine Einigung zu Stande kommt?

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