„Bastarde“: Guillermo del Toro findet klare Worte für gierige Publisher

Marco Schabel 9

Insbesondere die AAA-Spiele, die jährlich die metaphorischen Fließbänder der großen Publisher verlassen, überzeugen durch einen Mangel an neuen Ideen. Filmemacher Guillermo del Toro findet jetzt klare Worte.

Pacific Rim 2: Guillermo del Toros Botschaft.

Nicht nur die vielen jährlichen Veröffentlichungen aus den Häusern Ubisoft, Konami, EA oder Activision strotzen vor Ideenlosigkeit, auch jene Titel, die eine längere Entwicklungszeit als Grundlage haben, gehen lieber auf Nummer sicher, als Risiken einzugehen und Innovationen zu bieten. Das ist aber gar nicht die Schuld der eigentlichen Entwicklerstudios, die letztlich den Ärger der Spieler abbekommen, sondern die Schuld der großen Publisher, die die Projekte mit ihren Geldern erst ermöglichen. Das ist jedenfalls die Ansicht des Filmemachers Guillermo del Toro, der selbst einmal ein Teil der Spielebranche werden sollte.

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Während des DICE Summit in der vergangenen Woche fand del Toro dann auch klare Worte, um diese gängige Praxis bei den großen Publishern zu beschreiben. So bemängelte er, dass diejenigen, die sich die Spiele ausdenken, gerne Experimente wagen und nach vorne sehen wollen. Dann aber kämen die Geldgeber ins Spiel, welche lieber auf vergangene Erfolge schauen und diese reproduzieren wollen. Nach dem Motto „never change a winning team“ würde jegliches Risiko postwendend unterdrückt. Die daraus folgende Limitierung der Spiele sei entsprechend nur die Schuld der Leute, die im Hintergrund die Scheine zählen. Auch eine nette Umschreibung hat Guillermo del Toro für diese Menschen gefunden und nennt sie schlicht „Bastarde mit Geld“.

Ob sich Guillermo del Toro damit nicht etwas zu weit aus dem Fenster lehnt, ist möglich. Mit Spielen wie Unravel, Child of Light oder Valiant Hearts haben zumindest Ubisoft und EA zuletzt bewiesen, dass es nicht nur um das große Geld geht.

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