Netzfundstück: Hereinspaziert, zu Guillermo del Toros nerdiger Führung der skurrilen Fundstücke

Andreas Engelhardt

Erinnert sich noch jemand an die Sendung „MTV Cribs“? Dort, wo Prominente dem Pöble via Kamerateam einen Einblick in ihre luxuriösen Anwesen gewährt haben. Warum ich diese Klamotte wieder rauskrame? Weil Guillermo del Toro, seines Zeichens Kult-Regisseur,  eine vergleichbare Führung gemacht hat und dabei eine Sammlung offenbart, die seinen Titel bestätigt und jeden Besitzer eines Gruselkabinetts vor Neid erblassen lässt. 

Netzfundstück: Hereinspaziert, zu Guillermo del Toros nerdiger Führung der skurrilen Fundstücke
Bildquelle: © The Criterion Collection.

Dass Guillermo del Toro in der Filmlandschaft eine ganz außergewöhnliche Spezies darstellt, sollte zu jedem vorgedrungen sein. Die normalen Filme sind für die anderen, del Toro nimmt sich lieber extravagante Werke wie „Hellboy“ oder „Pans Labyrinth“ und verpasst ihnen seinen eigenen, unnachahmlichen Stil. Was übrigens auch auf sein Haus zutrifft, wie eine Führung durch eben jenes beweist.

Wenn ich mit Worten versuchen würde, die Atmosphäre in del Toros Haus zu beschreiben, würden zwangsläufig Begriffe wie „beeindruckend“, „Filmliebhaber“ oder „Sammler mit Leidenschaft“ fallen. Und sobald ich mit den positiven Ausdrücken fertig wäre, kämen gleich danach „gruselig“, „selbst im Hellen beklemmend“ und „für Kinder nicht geeignet“. Zumindest gilt dies für die erste Etage, in der zweiten würde es sich länger aushalten lassen, ohne ständig einen unsicheren, ahnungsvollen Blick über die Schulter werfen zu müssen.

Aber da Bilder eh mehr sagen als tausend Worte, kann ich euch nur empfehlen, selbst einen Blick in die erstaunliche und besondere Sammlung des Kult-Regisseurs zu wagen.

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