Coole Filme - eine Top 10 der etwas anderen Art

Marek Bang

Alles cool bei euch? Wir haben uns an eine Top 10 der coolen Filme gewagt - allerdings mit einem Augenzwinkern. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr in unserer Top 10 der etwas anderen Art. Viel Spaß! Hier kommt die Top 10 der coolen Filme von GIGA Film!

Coole Filme - eine Top 10 der etwas anderen Art
Bildquelle: © Constantin Film / Sony Pictures Releasing / TFM Distribution.

Bei der Frage nach einem coolen Film denken sicherlich viele Filmfans an Quentin Tarantinos Meilenstein „Pulp Fiction“ oder an „The Big Lebowski“ von den Gebrüdern Coen. Andere werden jedoch sofort mit der „Star Wars“-Saga kontern und wieder andere können mit den eben genannten Werken gar nichts anfangen. Cool ist nun einmal ein ebenso dehnbarer wie subjektiver Begriff und daher ist es kaum möglich, eine objektive Top 10 Liste mit den coolsten Filmen aller Zeiten zu erstellen, ohne lediglich die Filme zu krönen, die dem eigenen Geschmack oder Empfinden nach besonders lässig oder eben cool sind.

Ihr seid gefragt: Wer hat es gesagt? Testet euer Wissen in unserem Filmzitate-Quiz!

Wir haben uns daher für eine alternative Herangehensweise entschieden und präsentieren euch 10 coole Filme, die sich selbst so cool finden, dass sie es uns in ihrem Titel entgegen schreien müssen. Aber keine Angst, das wird jetzt kein spleeniger Humbug, denn alle der zehn folgenden coolen Filme, haben etwas zu bieten, das mindestens medium-cool ist. Viel Spaß!

Unsere Top-Liste der besten Komödien findet ihr übrigens hier, die 10 besten deutschen Filme  haben wir ebenfalls für euch vorbereitet und die Top 10 der spannendsten Thriller wartet hier auf euch.

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Pulp Fiction: Die besten Zitate aus Tarantinos Klassiker.

Coole Filme - 10 Filme, die ihrem Titel alle Ehre machen - Teil 1

„Cool Waves“ (2005, Regie: James Huth) - Platz 10

Der erste Film auf der Top-Liste mit Augenzwinkern kommt von unseren französischen Nachbarn und wartet mit einem Jean Dujardin auf, den wir so noch nicht gesehen haben. Ob die Frise des Stars aus „The Artist“ nun cool ist oder nicht, überlassen wir mal dem Auge des Betrachters. Nichtsdestotrotz bietet „Cool Waves“ neben schönen Bildern aus Nizza auch faszinierende Aufnahmen vom Surfen auf der perfekten Welle.

Der spätere Oscarpreisträger spielt in dem in seiner Heimat auch an den Kinokassen erfolgreichen Film einen Surfer, der sich mehr schlecht als recht an der Mittelmeerküste als Kleinkrimineller verdingt, da es dort nun einmal keine vernünftigen Wellen gibt. Gemeinsam mit seinem Freund Marius (Clovis Cornillac) entscheidet er sich, an einem Surfwettbewerb in Soorts-Hossegor an der Atlantik-Küste teilzunehmen und wittert seine große Chance, endlich als cooler Wellenreiter durchzustarten. Über vier Millionen Franzosen lockte dieses Abenteuer im Jahr 2005 in die Kinos und auch wir dürfen ruhig mal einen Blick auf den Film von Regisseur James Huth riskieren…

Cool Waves - Trailer französisch.

„Die Rache des Johnny Cool“ (1963, Regie: William Asher) - Platz 9

Unser nächster Film führt uns in die Tiefen des B-Movies der 1960er Jahre und wartet mit einem spannenden Cast auf. In einer Nebenrolle ist der spätere „Kojak“-Serienheld Telly Savalas zu sehen und es handelt sich um einen der wenigen frühen Auftritte des Sohnes griechischer Einwanderer, in dem noch ein paar Haare seinen ansonsten als späteres Markenzeichen kahlgeschorenen Kopf zieren.

Im Mittelpunkt steht jedoch der markante Henry Silva, bekannt als Bösewicht aus Filmen wie „Ghost Dog - Der Weg des Samurai“ in einer seiner weniger häufigen Hauptrollen. Henry Silva spielt in dem kleinen Reißer „Die Rache des Johnny Cool“ einen sizilianischen Gangster, der nach New York City kommt, um sich an einem Mafia-Boss zu rächen, der den Paten in der italienischen Heimat betrogen hat. Alles läuft zunächst nach Plan, doch dann kreuzt die Femme Fatale Elizabeth Montgomery seinen Weg…

Johnny Cool - Trailer englisch.

„Cool Air“ (2007, Regie: Serge Rodnunsky) - Platz 8

Auch Horror-Fans sollen in unserer Liste auf ihre Kosten kommen und so präsentieren wir euch an dieser Stelle einen Geheimtipp aus den USA, der kurioser Weise nur bei uns in Deutschland einen Verleiher gefunden hat und erhältlich ist. Wir dürfen uns also privilegiert schätzen und „Cool Air“ einer Sichtung unterziehen.

Der Horror-Streifen von Regisseur Serge Rodunsky basiert auf einer gleichnamigen Kurzgeschichte des Schriftstellers H.P. Lovercroft und erzählt die Geschichte eines aufstrebenden Autors (Thomas Calabro), der eine Anstellung in einem Supermarkt übernimmt, um über die Runden zu kommen. Dort begegnet er nicht nur einer Reihe seltsamer Kunden, sondern auch einem im wahrsten Sinne des Wortes coolen Chef, der aufgrund einer Krankheit nur in extremer Kälte leben kann. Ehe sich der Schriftsteller versieht, erfährt er von den wahren Ursachen der mysteriösen Erkrankung und schwebt in akuter Lebensgefahr…

Cool Air - Trailer englisch.

„Cool World“ (1992, Regie: Ralph Bakshi) - Platz 7

Nach zwei eher nischigen Filmen wird es nun Zeit, Kultiges mit geballter Starpower zu mischen. Die heißt in „Cool World“ Kim Basinger, Gabriel Byrne und Brad Pitt, der in jungen Jahren einen US-Soldaten spielt, der nach Ende des zweiten Weltkriegs zu seiner Mutter in die Glitzermetropole Las Vegas zurückkehrt. Nach einem Unfall wird er in eine Zeichentrick-Welt katapultiert, die sogenannte Cool World und muss sich den Avancen der Comicfigur Holli Would (Kim Basinger) erwehren, die durch seine Liebe zu einem realen Menschen werden möchte.

„Cool World“ hat mit einem zuckersüßen Disney-Film so wenig zu tun wie uncoole Filme mit Regisseur Ralph Bakshi, der in Fankreisen Kultstatus genießt, da er 1974 mit seiner drastischen Satire „Fritz the Cat“ das Zeichentrickgenre mit dem Erwachsenen-Film verband und 1978 die erste „Der Herr der Ringe“-Verfilmung realisierte. „Cool World“ ist düster, apokalyptisch, speziell und zu Unrecht in Vergessenheit geraten, aber das kann sich ja ändern…

Cool World - Trailer englisch.

„Medium Cool“ (1969, Regie: Haskell Wexler) - Platz 6

Ein Film, der „Medium Cool“ heißt, schreit förmlich nach einer Platzierung im soliden Mittelfeld und so landet das Werk von Haskell Wexler selbstverständlich auf Platz 6. Doch wenn wir diesen Scherz einmal beiseite lassen, wartet ein äußerst interessanter Film auf uns von einem der größten Kameramänner Hollywoods. Haskell Wexler erhielt für seine Kamera-Arbeit für „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ und „Dieses Land ist mein Land“ einen Oscar und fotografierte unter anderem New Hollywood-Klassiker wie „Einer flog über das Kuckucksnest“. „Medium Cool“ ist Wexlers zweiter Film als Regisseur und handelt von einem Kameramann, dessen Sohn im Rahmen von Unruhen im Chicago des Jahres 1968 entführt wird.

Das im dokumentarischen Stil inszenierte Thriller-Drama gilt als eines der frühsten Werke des New Hollywood und kann mit einem jungen Robert Forster in Bestform aufwarten, der spätestens als Kautionsvermittler in Quentin Tarantinos „Jackie Brown“ fast dreißig Jahre später einem größeren Publikum bekannt wurde. Klingt alles deutlich spannender als nur medium-cool…

Medium Cool - Trailer englisch.
 

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