Coole Filme - 10 Filme, die ihrem Titel alle Ehre machen - Teil 2

Marek Bang

„Daddy Cool“ (1994, Regie: Steve Miner) - Platz 5

Die zweite Hälfte unserer Top-Liste der etwas anderen Art beginnt mit einer leichten Komödie mit Frankreichs Superstar Gerard Depardieu. Der spielt in dem Hollywood-Remake von „Mein Vater, der Held“ seine Rolle als „Daddy Cool“ einfach nochmal und an seiner Seite können wir die coole Katherine Heigel in ihren Teenager-Jahren bewundern. Der damals 16 Jahre alte, spätere Star aus Grey’s Anatomy“ spielt im Film von Steve Miner die pubertierende Nicole, die nach der Trennung ihrer Eltern ihrem unbeholfenen Vater auf der Nase herumtanzt.

„Daddy Cool“ ist vielleicht nicht der qualitativ hochwertigste Film des bulligen Franzosen Depardieu und kommt an Großtaten wie „Die Ausgebufften“ aus den 1970er Jahren nicht heran, dennoch bietet der charmante Film angenehme, leichte Unterhaltung und ist dabei nicht allzu weit von der Realität von Vater-Tochter-Beziehungen entfernt.

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„Cool Hand Luke - Der Unbeugsame“ (1967, Regie: Stuart Rosenberg) - Platz 4

Kommen wir nun zu einem Klassiker mit Paul Newman, der an sich schon ein sehr cooler Typ ist und neben seinem Beruf als Schauspieler mit seinem Saucen-Imperium „Newman`s Own“ zur Legende der US-amerikanischen Supermärkte wurde.

In Stuart Rosenbergs Gefängnisdrama „Der Unbeugsame“ mit dem Originaltitel „Cool Hand Luke“ erspielte sich Newman 1967 eine seiner zahlreichen Oscarnominierungen und verkörpert einen rebellischen Soldaten, der nach alkoholbedingten Randalen für zwei Jahre inhaftiert wird. Im Gefängnis entwickelt sich der Unbeugsame nicht nur zu einem veritablen Pokerspieler, sondern auch zum rebellischen Häftlingsanführer, der sich vom Wachpersonal nichts sagen lässt. Seine Hartnäckigkeit wird dem Freidenker jedoch bald zum Verhängnis und der raue Männerfilm verwandelt sich schnell in ein bitteres Psychodrama…

Cool Hand Luke - Trailer englisch.

„Eine Nacht bei McCool`s“ (2001, Regie: Harald Zwart) - Platz 3

Wer wirklich cool sein möchte, der muss nicht nur mit den richtigen Leuten verkehren, sondern auch die richtigen Lokalitäten besuchen. Eine davon ist definitiv das McCool`s, betrieben von Barmann Randy (Matt Dillon). „Eine Nacht bei McCool`s“ durchleben der Anwalt Carl Harding (Paul Reiser) und der Polizist Dehling (John Goodman), die sich ebenso wie Randy in die verführerische Liv Tyler verlieben. Doch die Tochter von Aerosmith-Sänger Steven Tyler ist eine klassische Femme Fatale und bringt allen Beteiligten, darunter auch Produzent Michael Douglas in einer Gastrolle, nichts als Ärger ein. Harald Zwick inszenierte mit

 „Eine Nacht bei McCools“ eine gelungene Mischung aus schwarzer Komödie und modernem Film Noir, der leider nur ein kleines Publikum fand und weniger als 10 Millionen Dollar an den Kinokassen einspielte. Höchste Zeit also, diesen Zustand mit einer Sichtung zu ändern, es handelt sich schließlich um einen coolen Film!

Eine Nacht bei McCool`s - Trailer englisch.

„Be Cool“ (2005, Regie: F. Gary Gray) - Platz 2

Ein Film mit dem Titel „Be Cool“ muss es natürlich in die Top 3 dieser Liste schaffen und so begrüßen wir eines der coolsten Leinwandpaare aller Zeiten auf dem zweiten Rang der 10 coolsten Filme, die um ihre eigene Coolness wissen: Uma Thurman und John Travolta!

„Be Cool“ ist das Sequel zu „Schnappt Shorty“ und basiert nicht nur ebenfalls auf einer Vorlage von Elmore Leonard, sondern vereint das „Pulp Fiction“-Traumpaar auch wieder auf der Tanzfläche. Dazu gesellen sich neben Harvey Keitel zahlreiche Gaststars wie Gwen Stefani oder Fred Durst. Die Story beschäftigt sich wie im Vorgänger mit dem schillernden Filmproduzenten Chili Palmer (John Travolta), der diesmal in das Musikgeschäft einsteigen möchte, deshalb wohl auch der etwas weniger coole deutsche Zusatztitel „Jeder ist auf der Suche nach dem nächsten großen Hit“. Der Film ist zum Glück unterhaltsamer und stylischer als dieser unnötige Zusatz…

Be Cool - Trailer englisch.

„Cool Runnings“ (1994, Regie: Jon Turteltaub) - Platz 1

Auf den ersten Platz schafft es nicht nur ein äußerst cooler Film, sondern auch die Geschichte einer sehr coolen Mannschaft, die es geschafft hat, als Amateure aus dem sonnengefluteten Jamaica bei den eiskalten Olympischen Winterspielen in Calgary mit einem Bob den Eiskanal herunterzubrettern, ohne in der ersten Kurve aus dem coolen Schlitten geschleudert zu werden. Jon Turteltaubs sympathischer Feel-Good-Film.

„Cool Runnings“ basiert lose auf einer wahren Begebenheit und bietet neben seinen mitreißenden Helden auch die Gelegenheit, sich von dem legendären Komiker John Candy zu verabschieden, der hier als Trainer der Bob-Mannschaft bei einem seiner letzten Leinwandauftritte vor seinem viel zu frühen Tod zu bewundern ist. An den Kinokassen mauserte sich die erfrischende Komödie zu einem Überraschungserfolg und konnte die Anerkennung einfahren, die vielen anderen Beiträgen aus unserer heutigen Top-10 leider verwehrt blieb. Wir gratulieren dennoch sehr herzlich zum Sieg!

Cool Runnings - Trailer englisch.

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