Filmplakate erschießen Passanten - Parodien zu Gewaltpostern

Tobias Strempel 1

Jon Burgeman lässt sich ziemlich oft mit Blut bekleckern. Er muss schon einiges durchstehen, bei den ganzen Größen von Filmen, die es auf ihn abgesehen haben. Burgeman will aber mehr als nur Parodien zu gewalttätigen Filmplakaten zeigen.

Filmplakate erschießen Passanten - Parodien zu Gewaltpostern

Hast du dir schon mal Gedanken über Welt der Filmplakate gemacht? Insbesondere der „gewalttätigen Filmplakaten“? Nein? Das ist auch nicht so schlimm, für viele sind das Plakate wie jedes andere und laufen einfach daran vorbei.

Nicht aber so der Künstler Jon Burgerman. Er selbst denkt sich, dass es zu viele von solchen Plakaten gibt und wir sie überall ertragen bzw. „grüßen“ müssen. Diese Plakate von Film und Fernsehen sind Zeichen für den Film, Zeichen einer Waffe und meistens zeigen sie den Protagonisten, wie er die Waffe nach rechts auf den Betrachter hält bzw. zielt.

Es ist schon kurios, das an sich wirklich jedes Bild, welches diesen Bildaufbau verfolgt, immer gleich wirkt. So entschied sich Burgeman dazu, sich zu „wehren.“ „Wehren“ ist hier sicherlich das falsche Wort, aber wie soll man das ganze sonst beschreiben? Er setzt hierbei auf Kunstblut, ein bisschen Sinn für Humor und auf die Aussage des Fotos, welches er dann gemacht hat.

Die interessante Kombination endete in der Foto-Serie „Kopfschüsse.“ Eine Art von Protest, bei dem sich Burgeman als Opfer in das Plakat „einfügt.“ Ob es sich um einen Pfeil, mit der freundlichen Genehmigung von Tribute von Panem Heldin Katniss handelt oder eine Kugel direkt aus der Pistole von 007 kommt. Die Plakate haben es Burgeman wirklich angetan oder doch eher „verletzt.“

 

 

 

 

 


„Ich dachte es wäre mal interessant, mich in die vorgeschlagenen Szenen hinzufügen und sie mit ihren natürlichen Schlussfolgerungen zu füllen bzw. mit meiner Komposition zu beenden.“
Sagt er bei Yahoo! Movies. „Die Werke sind Teil dessen, was ich als eine „ruhige Intervention“ in den subtilen, oft billig und drastischen Aktionen (manchmal auch komisch) halte.“

Du musst zugeben, dass er dich zumindest auf einer Ebene berührt hat. Burgeman hat es geschafft, dass du dir seine Bilder anschaust und eventuell hat er dadurch seinen kleinen Protest weitervorantreiben können. Gewalt ist nun mal leider kein Mittel, welches in irgendeiner Art und Weise ausgeübt werden sollte. Im Kern seiner Aussage, will Burgeman auf jeden Fall darauf Aufmerksam machen, dass auch Kinder solche Plakate sehen und dass das definitiv nicht das Ziel der Unternehmen sein sollte.

 

 

 

 

 


Mehr zu Jon Burgeman findest du auf

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