Jonathan Ive: "Arbeite seit einigen Jahren mit neuen Materialien"

Florian Matthey 17

Jonathan Ive hat sich kürzlich für einen Artikel über Tim Cook geäußert. Apples Design-Chef sprach aber aber über noch mehr: Unter anderem verriet er, dass er mit neuen Materialen arbeitet.

Jonathan Ive: "Arbeite seit einigen Jahren mit neuen Materialien"

Die New York Times hat die Mitschrift eines Interviews mit Jonathan Ive veröffentlicht, dessen Inhalt sie zuvor zum Teil für den Tim-Cook-Artikel verwertet hatte. Für diesen waren vor allem Ives Aussagen über die Arbeitsweise mit Cook relevant; Apples Design-Chef sprach aber auch über andere Dinge.

Einerseits betonte er, dass Apple der Fokus auf das eigentliche Produkt auszeichne: Kleine, zum Teil über viele Jahre eingespielte Teams konzentrierten sich ausschließlich darauf, gute Produkte zu entwickeln. Das Hardware-Design-Team denke dabei über alle Aspekte - das Design, die Entwicklung und die Herstellung - nach. Beim Einsatz einzelner Materialien sei es auch wichtig, sich über dessen Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten bewusst zu werden.

Ive nennt als Beispiel den Wechsel von Plastik-Notebooks hin zu solchen aus Titan - hier habe Apple einst eine komplett neue „Organisation“ aus Partnern und Zulieferern aufbauen müssen. Aktuell arbeite er mit Materialien, die Apple zuvor noch nicht eingesetzt habe - diese Arbeit laufe schon seit einigen Jahren. Ive verrät nicht, um welches Material es sich handelt, denkbar wäre aber das amorphe Metall Liquidmetal, für das Apple seit einigen Jahren eine Exklusiv-Lizenz besitzt.

In dem Interview spricht Ive auch über die Arbeitsweise mit Tim Cook - der Apple-CEO nehme sich die Zeit, darüber nachzudenken, wie ein Produkt aussehe und wie es auf den Betrachter wirkt, und warum es so wirkt - sowie über die Geduld, die Apples Management manchmal bei der Entwicklung eines neuen Produkts benötige. Dabei lasse sich das Unternehmen auch nicht davon ablenken, dass die Welt das nächste große „iProdukt“ erwarte - immerhin hätten dieselben Beobachter zuvor iPod, iPhone und iPad als wenig erfolgsversprechend kritisiert.

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