Komaglotzen leicht gemacht: Welcome to Sweden

Daniel Schmidt 1

Nachdem wir euch in den letzten Wochen ein paar düstere Action und Horrorwerke vorgestellt haben, soll es dieses Mal ein wenig heiterer zugehen beim Komaglotzen. Die ironische und heitere Komödie „Welcome to Sweden“ ist genau richtig für ein Wochenende, an dem man sowieso die Bauchmuskeln trainieren wollte. Das geht jetzt nämlich auch beim Glotzen.

Komaglotzen leicht gemacht: Welcome to Sweden
Bildquelle: © NBC.

Ulknudel Amy Poehler hat mit ihrer beliebten Comedy Serie „Parks and Recreation“ schon große Erfolge gefeiert. Damit zukünftig die Einschaltquoten künftig in der Familie bleiben, lieh sie ihre Fertigkeiten ihrem Bruder Greg und seiner Serie „Welcome to Sweden“. Basierend auf den tatsächlichen Erfahrungen von Greg Poehler erzählt die Serie, die ursprünglich fürs Schwedische Fernsehen produziert wurde, die Geschichte eines Amerikaners, der für die Liebe nach Schweden zieht.

Für alle die, die außer von Hackbällchen nichts von schwedischen Importen halten, gibt es noch andere tolle Möglichkeiten, sich am Wochenende ins Koma zu glotzen:

Überblick

Bruce Evans (Greg Poehler) ist ein erfolgreicher, wenn auch etwas langweiliger Buchhalter in New York City. Dank prominenter Klienten wie Amy Poehler und Aubrey Plaza (beide spielen sich selbst) verdient er gutes Geld. Seine Traumfrau Emma (Josephine Bornebusch) will nach mehreren Jahren in den USA endlich nach Schweden zurückkehren, und so packt Bruce seine Sachen und zieht gemeinsam mit der schönen Emma in ihr Heimatland. Dort trifft er ohne Umwege auf die zukünftigen Schwiegereltern Birger (Claes Mansson) und Viveka (Lena Olin), die nicht so recht an die Haltbarkeit der Schwedisch-Amerikanischen Liebschaft glauben wollen. Bruce, der in Schweden nicht mal einen Job hat, muss sehr schnell feststellen, dass im Land von Hackbällchen und H&M nicht alles genauso läuft, wie er es von zu Hause gewohnt ist. Während seine ständigen Konflikte mit der skandinavischen Lebensart seine Beziehung zu Emma immer mehr belasten, versuchen seine alten Klienten alles, um ihn zurück in den Big Apple zu holen.

Warum es sich lohnt

„Welcome to Sweden“ wird jeden begeistern, der schon mal im Ausland irgendwo angeeckt ist. Herrlich, wie man an jeder zweiten Ecke denkt: Das macht der jetzt nicht wirklich, oder? Vor allem aber ist es einfach eine wirklich witzige Comedy und dabei ein interessanter Mix aus europäischem und Amerikanischem Witz. Schon allein die mit Untertiteln versehenen Schwedischen Dialoge klingen hierzulande einfach zum piepen. Obwohl das ganze vor einem eindeutigen romantischen Hintergrund stattfindet, rutscht die Handlung eigentlich nie ins Kitischige ab und bleibt von der ersten bis zur letzten Szene urkomsich.

Unglaublich Komisch sind auch die regelmäßigen Gastauftritte von großen Stars wie Will Ferrell, Gene Simmons und Patrick Duffy. Letzterer kommt als Bruces Vater, an der Seite der Mutter (Illeana Douglas) zu Beusch nach Schweden und benimmt sich genauso, wie man es vom Klischee eines amerikanischen Patrioten in der angeblichen Provinz erwartet. So hält Mutti die ihr angebotenen Pfifferlinge für Halluzinogene, die sie nur zu gerne annimmt und wundert sich außerdem über das Fehlen jeglicher Vikingerhelme bei der einheimischen Bevölkerung. Fazit: „Welcome to Sweden“ ist eine witzige, aber nie dümmliche Multi-Kulti-Comedy und absolut sehenswert!

 

Wie? Was? Wo?

Die erste Staffel besteht aus 10 Folgen mit jeweils ca 25 Minuten Länge. Also eher ein kleines Koma und prima für ein Wochenende, an dem man noch mal zu Ikea muss. Verfügbar ist die erste Staffel kostenlos für Amazon Prime Instant Video Nutzer. Im deutschen Free-TV lief die Serie schon beim NDR. Auf DVD und Blu-ray ist „Welcome to Sweden“ natürlich auch verfügbar. Eine zweite Staffel ist bereits bestellt.

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