"Mike Tyson tot: Box-Legende stirbt bei Herzinfarkt": Vorsicht vor Meldung bei Facebook

Martin Maciej

In Zeiten des Internets verbreiten sich Nachrichten vor allen in den sozialen Medien wie Facebook oder Twitter rasend schnell. Problem hierbei ist, dass in der Regel die Quelle einer Nachricht nicht genau überprüft wird. So kommt es regelmäßig vor, dass prominente Personen für tot erklärt werden. Aktuell kursiert z. B. eine Meldung bei Facebook, nach der die Boxlegende Mike Tyson tot sei.

Als Todesursache wird ein Herzinfarkt genannt. Quelle für diese Nachricht soll laut Statusbeitrag Bild.de sein. Doch nicht nur hinter dieser Todesmeldung stecken verschiedene Gefahren und Fallen. So heißt es aktuell in einem vielfach geteilten Status-Beitrag:

„Boxlegende Mike Tyson stirbt nach Herzinfarkt.“ 

Hoaxes auf Facebook.

„Mike Tyson tot“: Nachricht ist ein Fake

Die Nachricht über den Tod von Mike Tyson bei Facebook ist natürlich ein Fake. Der Boxer erfreut sich auch 2016 noch bester Gesundheit. Fake-Nachrichten dieser Art werden vielmehr von Cyber-Betrügern gestreut, die nichtsahnende Internetnutzer in Abo- oder Spam-Fallen tappen lassen wollen.

  • In der Regel werden solche gefälschten Nachrichten über den Tod von prominenten Personen in Facebook-Gruppen geteilt, z. B. in Verkaufsgruppen.
  • Hier finden sich viele Nutzer, die den Beitrag sehen und auch teilen werden.
  • Klickt man auf die angebliche Nachricht von BILD.de, landet man jedoch nicht bei der gewünschten News.
  • Vielmehr verstecken sich hinter diesen Status-Beiträgen diversen Fallen.
  • Häufig erreicht man anstelle der angeblichen Todesnachricht eine Gewinnspielseite, bei welcher man sich anmelden muss. Zudem sollen das Gewinnspiel und eine Facebook-Seite geteilt werden. Auch vermeintlich kostenlose Downloads wollen so verteilt werden.

  • Auf diesem Weg wird das Angebot gestreut. Einen Zugang zu der gewünschten Nachricht gibt es jedoch nicht.
  • Nicht selten ist im „Kleingedruckten“ des angeblichen Gewinnspiels oder des Downloads eine kostenpflichtige Abo-Falle versteckt.
  • Oft werden solche Todesmeldungen, wie jetzt über den Tod von Mike Tyson, auch nur dazu genutzt, um Besucher für seine Internetseite bzw. Fans für eine Facebook-Seite zu gewinnen.

Mike Tyson ist nicht tot, Nachricht ist ein Fake

An vielen Stellen im Netz finden sich “Satire“-Seiten, die voll sind mit angeblichen Todes-News bekannter Persönlichkeiten. In der Regel findet sich hier ein vorgefertigter Text vor, der bei jedem gesuchten Prominenten gleich ist. Lediglich der Name und die Berufsbezeichnung werden ausgetauscht. Das Datum der Meldung wird immer auf den aktuellen Tag gesetzt, der Unfall bzw. die Todesursache soll erst kürzlich eingetroffen sein. So möchte man den Eindruck einer aktuellen News erwecken.

Generell gilt bei Todes-Nachrichten bei Facebook nicht blind auf Links aus Status-Meldungen zu klicken, sondern eine andere, alternative und seriöse Newsquelle im Netz anzusteuern, um in keine Falle zu tappen. Der angebliche Tod von Mike Tyson ist nicht die erste Gelegenheit, bei der ein Name eines Prominenten für betrügerische Zwecke eingesetzt wird. Vor kurzem geisterten bei Facebook auch ähnliche Meldungen über Leonardo diCaprio, Bill Murray, Charlie Sheen oder Mesut Özil herum.

Bildquelle: Screenshots via Facebook, CarlaVanWagoner / Shutterstock.com

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