Quentin Tarantino: Nächster Film auf Eis gelegt, Drehbuch im Netz aufgetaucht

Robin Schweiger 1

Eigentlich schien schon alles klar: Quentin Tarantinos nächster Film würde „The Hateful Eight“ heißen, erneut im Westen-Genre angesiedelt sein und Bruce Dern eine Hauptrolle spendieren. Hätte, könnte sollte: Tarantino hat die Film nach einem Leak des Drehbuchs komplett auf Eis gelegt.

Quentin Tarantino: Nächster Film auf Eis gelegt, Drehbuch im Netz aufgetaucht

Das Drehbuch zu „The Hateful Eight“ war bereits fertig und Tarantino begann, es den ersten Personen zukommen zu lassen. Gerade einmal sechs Menschen hätte er das Skript geschickt - und schon wurde es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Darüber war der Filmemacher so wütend, dass er sich dazu entschied, das Projekt abzubrechen:

„Ich bin wirklich, wirklich depremiert“, äußerte sich Tarantino gegenüber Deadline. „Die erste Version des Skripts war fertig und ich wollte den Film erst im Winter 2015 drehen. Ich habe es drei Schauspielern gegeben: Michael Madsen, Bruce Dern und Tim Roth. Ich weiß, dass Tim Roth es nicht weitergegeben hat. Einer der anderen beiden hat es seinem Agenten gegeben und dieser Agent hat es an ganz Hollywood weitergeleitet. Ich weiß ja nicht, wie diese scheiß Agenten arbeiten, aber diesen Film werde ich nicht mehr als nächstes machen. Ich werde das Skript veröffentlich und das war’s erstmal. Ich habe es sechs Leuten gegeben und wenn ich ihnen nicht mal so sehr vertrauen kann, habe ich keine Lust, mit ihnen zu arbeiten.“

Dabei hat Tarantino kein grundsätzliches Problem damit, dass sein Drehbuch vor dem Filmstart ins Internet gelangt und von Bloggern und Kritikern bewertet wird - jedoch nicht so früh:

„Ehrlich, ich würde das gar nicht verhindern wollen. Ich mag es, dass die Leute mein Zeug mögen und sich die Mühe machen es zu finden und zu lesen. Aber ich habe das Skript verdammt nochmal nur sechs Leuten gegeben!“

Eigentlich hatte Tarantino nun vor, das Skript stattdessen als Buch zu veröffentlichen. Nun allerdings der nächste Schlag ins Gesicht: Das Skript wurde im Internet veröffentlicht. Da das weder moralisch, noch rechtlich in Ordnung ist, werde ich es an dieser Stelle nicht verlinken. So oder so: Der Kult-Regisseur wird sich genau überlegen, wem er das nächste Mal noch vertraut.

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