Quentin Tarantinos Filmuniversum: 4 erstaunliche Fakten und Theorien

Timo Löhndorf 4

Spätestens seit er 1994 „Pulp Fiction“ drehte und in Folge mit Preisen überhäuft wurde, gehört Quentin Tarantino zu den bekanntesten und kultigsten Regisseuren weltweit. Für seine Drehbücher wurde der amerikanische Film-Geek zweifach mit dem Oscar ausgezeichnet. Doch neben brutalen Rachefantasien und cleveren Dialogen gibt es noch etwas, was Tarantinos Filme auszeichnet.

Quentin Tarantinos Filmuniversum: 4 erstaunliche Fakten und Theorien

Mit zahlreichen, mehr oder weniger offensichtlichen Hinweisen baut Tarantino sich seit über 20 Jahren ein fiktives Universum auf, in dem sich alle seine Geschichten abspielen. Was sich anhört wie die Verschwörungstheorie eines einsamen Filmbloggers ist ein Fakt, der von Tarantino in Interviews selbst bestätigt wurde und bei Betrachtung der folgenden Indizien absolut plausibel wirkt.

Pulp Fiction, Jules Winnfield (Samuel L. Jackson)

4. Fast Food und Zigaretten

Der aufmerksame Zuschauer und leidenschaftliche Raucher merkt schnell, dass Tarantinos Charaktere, unter ihnen eine beachtliche Menge Kettenraucher, nicht die herkömmlichen Marken rauchen. Stattdessen wird die fiktive Marke Red Apple bei jeder Gelegenheit platziert. In „Pulp Fiction“ sieht man Mia Wallace, Butch Coolidge und das Gangsterpaar Honey Bunny und Pumpkin mit Red Apple-Packungen. Auf dem Armaturenbrett des Autos der Gecko-Brüder in „From Dusk Till Dawn“ liegt ebenfalls eine Schachtel. Auf dem Weg zu ihrem Massaker im Teehaus läuft die Braut aus „Kill Bill Vol. 1“ an einer Werbetafel für Red Apple Cigarettes vorbei. Sogar im Episodenfilm „Four Rooms“, an dem Tarantino als einer von vier Regisseuren gearbeitet hat, ist die Marke vertreten.
Die zweite Marke, die aus Tarantinos Fantasie stammt, ist das hawaiianische Burger-Restaurant Big Kahuna Burger. Becher und Tüten mit dem Logo sind zu sehen in „Reservoir Dogs“, „From Dusk Till Dawn“, „Pulp Fiction“ und „Four Rooms“. Außerdem wird der Name der Fast Food-Kette in „Death Proof“ beiläufig im Radio erwähnt.

Fiktive Marken in Film und Fernsehen sind allerdings nichts Neues. Aus rechtlichen oder kreativen Gründen nutzen Filmemacher seit vielen Jahren die
Möglichkeit, Marken oder Firmen kurzerhand zu erfinden. Doch die Platzierung von Fantasiemarken ist im Fall von Quentin Tarantino nur die Spitze des Eisbergs.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA FILM

* Werbung